Follow us

OBM: Da wir bis jetzt noch nicht das Vergnügen hatten ein Interview zu führen, stellt euch und eure Band doch mal kurz vor!

Moin Benni! Wir sind Dad Maria aus Hamburg. Wir sind vier Jungs, uns gibt es seit 10 Jahren und unsere Musik kann man als Techno-Metal bezeichnen.

 

OBM: Nun habt ihr eure erste EP veröffentlicht! Würdet ihr sagen, dass ihr euer Ziel, dass ihr euch für die Aufnahmen gesetzt habt, erreicht habt?

Die EP ist erst der Anfang. Natürlich sind wir damit schon zufrieden. In der Presse und bei Interessierten kam die Produktion auch durchweg gut an, als etwas neues, erfrischendes und ausbaufähiges. Nichtsdestotrotz gibt es natürlich jetzt schon Parts in Songs, die wir überarbeiten würden. Aber man muss sich eine Deadline setzen, sonst wirds nie fertig. Bei der EP haben wir das erste mal ernsthaft mit Synthesizern, Samplern etc. gearbeitet und ich denke der Einstieg ist uns ziemlich gut gelungen.

 

OBM: Wie würdet ihr euren Sound generell beschreiben und wo liegen eure Einflüsse, die ihr in euren Sound mit einbindet? Seid ihr vielleicht auch von deutschen Bands beeinflusst?

Wir selbst nennen es "Techno-Metal", was wir da machen. Dieses kategorisieren ist immer schwierig. Ingesamt kann man sagen, dass wir Post-Hardcore mit Metal und elektronischen Sounds verbinden, ohne jedoch in die Industrial- oder TranceCore-Genres zu kommen. Grundsätzlich können wir sagen, dass wir vor allem von Metal-Bands wie Pantera, Machine Head etc. beeinflusst sind. Hinzu kommt unsere Affinität für elektronische Musik, die nach vorne geht, also beispielsweise The Prodigy, Justice, M.I.A., Skrillex und so weiter. Enter Shikari ist eine weitere, für uns wichtige Band, ohne dass wir uns als deren Nachfolger sehen. Natürlich gibt es auch tolle deutsche Bands wie Rammstein, die wir auch gerne mögen. Dir weitere deutsche Bands zu nennen, die wir alle gut finden: da wirds dann schon schwierig.

 

OBM: Welche Themen behandelt ihr in euren Songs, gibt es da irgendwelche spezielle Themen die ihr ansprechen möchtet?

Unsere diesjährige EP hatte eine Zeitreise als Thema, welches sich konzeptmäßig über die 4 Songs erstreckte. Was storylines angehen, sind Bands wie Coheed & Cambria ganz großartig, wir schätzen das sehr. Unsere neuen Songs, an denen wir gerade arbeiten, haben jedoch kein Konzept, behandeln also eher alltägliche Themen des Lebens, unsere Gesellschaft, Toleranz, die Politik, unsere "grossartige" Finanzwelt etc. Vielleicht gibt es auch demnächst wieder Songs mit einer verrückten story, wir setzen uns da keine Grenzen. Wir wollen einfach keine 08/15-Texte ("Ich liebe dich, Du liebst mich nicht, Du hast mich betrogen, Ich hasse dich, Du willst dich mit mir anlegen, Ich hasse dich mehr, Ich hau dich"). Wenn man schon etwas zu sagen hat, dann aber bitte ordentlich.  

             

OBM: Ihr habt scheinbar jetzt schon euren eigenen Sound gefunden zuhaben! Wie wichtig ist es heutzutage sich von anderen Bands abzuheben? Ist es nach einiger Zeit nicht anstrengend sich als Band immer wieder neu erfinden zu müssen, um nicht wieder in der Masse an Bands zuverschwinden?

Danke für das Kompliment! Ich denke ein Grund, warum wir unseren eigenen Sound haben ist, dass wir uns keine Bands aus diesem Genre anhören, diese toll finden und dann "reinzufällig" ähnliche Musik machen. Wir hören alles von Rap, Ethno, Metal, Hardcore, Mathcore bis hin zu Dubstep und Techno und machen dann die Musik, auf die wir Lust haben. Dementsprechend denke ich nicht, dass wir uns neu erfinden müssen mit der Zeit. Das kommt schon durch unsere musikalische Entwicklung von selbst. Natürlich ist es leichter einfach nur eine Heavy Metal oder Hardcore-Band zu sein und 20 Jahre lang das gleiche zu machen. Das wär uns aber zu langweilig. Desweiteren muss man sich heute durch einen eigenen Sound abheben von der Masse. Ansonsten bist du beim nächsten Trend raus.

 

OBM: Soll das Artwork eurer EP, euren Hang zu elektronischen Sounds widerspiegeln oder ist es einfach nur ein Cover?

Ja, natürlich ist das Artwork angepasst an die Musik. Die EP ist, wie bereits erwähnt, unser Einstieg in das ernsthafte Einbinden von elektronischen Instrumenten und das Cover soll einfach den Sound visuell unterstützen. Unser Drummer Jan ist für die visuelle Gestaltung zuständig und ich finds grossartig (two thumbs up, bro!). Desweiteren sieht man bei uns auch live eine Menge Neonlicht etc., dies ist natürlich auch ins EP-Cover-Design eingeflossen.

OBM: Woher kommt euer Name "Dad Maria"?

Der Name ist mir vor etwa 10 Jahren eingefallen, als wir nach einem Band-Namen suchten. Ich dachte schon damals, dass es zwei Wörter sein sollten.Der Gegensatz von "Vater" und "Maria" war dann gleich interessant. Es ist ein Name zum Nachdenken und soll Musikjournalisten, wie dir, kopfzerbrechen bereiten. Schöne Grüsse übrigens an "Dead Maria" aus Japan!

OBM: Welche Ziele habt ihr euch mit Dad Maria gesetzt?

Wir wollen coole neue Songs schreiben und aufnehmen und viel live spielen. Alles weitere lassen wir auf uns zukommen.

OBM: Was sind eure lieblings Bands und welches Album würdet ihr als eines der wichtigsten und einflussreichsten der Metal/Hardcore Geschichte hervorheben?

Da wirds jetzt schwer. Es gibt viele Bands, die wir großartig finden: von Metallica über erwähnte Machine Head oder Pantera, bis hin zu Biohazard, Mastodon, Killswitch Engage, oder oder oder.. Ich könnte jetzt von jeder Band ein herausragendes nennen, welches die Metal/Hardcore Geschichte geprägt hat. Natürlich sind Alben wie "Kill 'Em All" von Metallica, "Cowboys From Hell" von Pantera oder "Burn My Eyes" von Machine Head echte Knaller in jeder Hinsicht.

OBM: Wie geht ihr als Band mit Kritik um?

Wir können da gut mit umgehen, besonders wenn die Kritik konstruktiv ist. Wir können es natürlich nicht jedem recht machen, aber natürlich besprechen wir Kritikpunkte in der Bandintern. Seltener ziehen wir daraus Konsequenzen, bleiben uns selbst aber immer treu.

OBM: Immer mehr Bands mixen Metal mit Elektro, wie erklärt ihr euch diesen Trend?

Es gibt hier natürlich Vorreiter wie Fear Factory oder Pitchshifter. Aber da die Musikstile in den letzten 10 Jahren alle in ihren Kategorien ausgereizt wurden, müssen Stile halt gemischt werden, Crossover geschaffen werden, um etwas "neues" zu erfinden.

OBM: Was sind die letzten CD's die ihr euch gekauft habt?

Ich glaube das waren die neuesten Alben/DVDs von Clutch, Enter Shikari und Cancer Bats.

OBM: Was würdet ihr sagen ist das Besondere an Hamburg, wo kann man am besten Konzerte Besuchen, welchen Plattenladen sollte man unbedingt aufsuchen und wo kann man am besten essen, wenn man in Hamburg zu besuch ist?

Hamburg ist einfach ein kreativer, multikultureller Schmelztiegel, besonders in der Musikszene, man kann viele Konzerte besuchen und es gibt viele Parties. Ich möchte hier keine     Schleichwerbung machen (da ich selbst im Eventbereich arbeite), daher lade ich dich ein: In Altona, der Schanze und St. Pauli gibt es lecker Essen und Drinks und natürlich gute Musik.

OBM: Die letzten Zeilen gehören euch!

Benni, wir danken dir für das Interview. Besucht uns gerne auf unseren Konzerten und auf www.dadmaria.com oder www.facebook.com/dadmaria . Cheers!

Discography


.

Line Up:

Benjamin Kapidzic - Gesang,

Synths, Gitarre
Frederic Twisterling - Gitarre
Clemens Spallek - Bass
Jan Ludwig - Schlagzeug

Links

Review zu Dad Maria - Ep I  

.

< zurück

© Own Blood Magazine 2006 - 2011 All rights reserved | Impressum & Rechtliches | NewsInterviews | ArchiveReviews  |  GallerieTourdatesFlyer | ImprintLinks | Videos | Contact

Follow us