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OBM: Hi Leute! Es ist nur ein paar Monate her seitdem wir euch über eure Berlin EP befragt haben! Jetzt steht eure neue Platte „I Am Not Afraid“ in den Startlöchern. Auf was können wir uns gefasst machen?

Auf eine geballte Ladung POWER. Jeder von uns hat hart an sich und diesem Album gearbeitet damit es das wird was es nun ist, nämlich ein komplett zufriedenstellendes Ergebnis. Ich denke es ist sehr innovativ und abwechselungsreich geworden. Es lassen sich viele neue aber auch alte Facetten entdecken. Um nicht in Musikalische Spalten ab zu rutschen würde ich sagen, auf diesem Album ist für jeden was dabei. Vom Punker bis hin zum Glamrocker, vom Fahrer bis hin zum Merchguy. Textlich geht es sehr viel um das älter werden, Veränderung und das nichts so bleibt wie es mal war. Verantwortung nimmt einen immer größerer Teil in unserem Leben ein, bei allen von uns und das nicht nur für uns selber. Es geht auch um Politische Themen und das man sich mit diesen auseinander setzten sollte und zeigen muss „ I AM NOT AFRAID“.  Das gilt aber auch für alle anderen Bereiche die man durchlebt, man sollte immer seinen Standpunkt vertreten können und zeigen, dass man keine Angst hat oder Angst haben muss. Man kann alles erreichen, wenn man nur hart genug dafür kämpft. Wir hoffen, dass wir mit diesem Album den Gedanken an das Positive ein klein wenig mehr in die Musik, in die Politik einfach in das Leben und in die Köpfe wieder zurück rufen können und uns nicht immer nur von dem negativen Dreck ficken lassen. Wir lieben was wir tun und hoffen, dass das auch ein wenig rüberkommt.

OBM: Was sind die größten Unterschiede zu euren bisherigen Veröffentlichungen?

Da das meine erste Veröffentlichung mit FP ist, kann ich da gar nicht soviel dazu sagen. Ich finde, dass dieses Album sich stark von den anderen FP Platten abhebt. Man merkt, dass die Jungs älter und reifer geworden sind, dass sie wissen was sie wollen und sehr zielstrebig arbeiten. Was mir noch stark aufgefallen ist, ist der Sound der Platte. Die Produktion ist sehr viel intensiver, als alles was FP früher gemacht haben. Das Schlagzeug klingt hart und immer nach vorne, die Gitarren und der Bass machen Druck und sind dabei aber immer noch ein wenig verspielt. Eingängige Melodien und Chöre runden dann die Sache ab. Stephan hat mit seinem Gesang hier und da auch ein wenig gespielt und ich finde das ist seine beste Leistung seit anbeginn von FP. Also meiner Meinung nach ist der Sound das, was den größten Unterschied macht.

OBM: Ist „I Am Not Afraid“ nur der Titel des Albums oder steht eine übergreifende Idee hinter der Platte? Wovon handeln eure Texte auf dem Album?

Das Album heisst "i am not afraid" weil dieser Ausdruck für jeden von uns sehr wichtig ist. Tag täglich sieht man in seinem leben irgendwelche scheisse die passiert, die man aber nicht unbedingt hin nehmen muss. Mann kann sich gegen Dinge wehren, für Dinge einstehen, zu Dingen stehen und sollte sich, seine Meinungen und Ansichten nicht von irgendwem diktieren lassen. I am Not afraid steht für alle Menschen die das in der Geschichte der Menschheit getan haben. Es ist ein Appell an alle, stehts wachsam zu sein, Mut zu haben und an sich zu glauben!!! Nicht alles zu akzeptieren und so anzunehmen wie es uns gezeigt wird. Einige Texte handeln genau von diesem Thema, andere gehen mehr in Richtung Zusammenhalt. Was alle Texte gemeinsam haben ist der persönliche Akzent. Jeder Text kommt aus dem Herzen und soll auch, wenn irgend möglich, dahin zurück. Wir wollen die Leute ermutigen ihren Frustrationen freien Lauf zu lassen um sich dann wieder für Sachen stark zu machen. Wir hoffen das das ein wenig auf dem Album rüberkommt. Wenn ihr Bock habt, kommt auf unsere Shows und erlebt was wir meinen! Musik hat immer eine Aussage und wir hoffen das unsere verstanden wird! Manchmal ernstgemeint und manchmal bierernst!!! :)

 

OBM: Wie lange habt ihr an der Platte gearbeitet? Wie lief der Produktionsprozess?

„I am Not Afraid“ kommt ca 4 Jahre nach unserem letzten Longplayer raus. Demnach könnte man sagen, dass wir 4 Jahre gebraucht haben bis die Platte fertig war. Man sollte keine Platte schreiben, wenn man sagt, ok wir brauchen jetzt für nächstes Jahr Mai wieder ein neues Output und das war bei FP auch nie der Fall. Was dabei rauskommt kann in den meisten Fällen nicht gut werden.  Eine Platte ist ein Entwicklungsprozess und der braucht eine gewisse Zeit. Wir haben denke ich immer mal wieder zwischen den ganzen Touren und Shows Zeit gefunden, um im Proberaum neue Sachen und Ideen auszuprobieren. Manche wurden wieder verworfen andere aufgenommen und mit ihnen gearbeitet. Man hat mal eine produktive kreative Phase und eben auch mal nicht. Alles in allem denke ich, dass in den letzten 4 Jahren viel mit der Band passiert ist und dass die Platte ein Resultat eines Entwicklungsprozesses war, den die Bandmitglieder geprägt haben und der am 25.05.2012 fürs erste abgeschlossen war. Die eigentliche Aufnahme begannen Ende Januar 2012 und endeten mit dem Mischen und Mastern Mitte März 2012. In der Zeit haben wir uns voll und ganz aufs Studio konzentriert und nichts anderes gemacht. Wir wollten uns Zeit in Studio lassen und alles so angehen, dass wir am Ende alle mit dem Produkt unserer Köpfe zufrieden sind.

 

OBM: Welcher Song liegt euch besonders am Herzen und an welchem habt ihr besonders lange gearbeitet?

Besonders am Herzen liegt uns Heimathafen Kreuzberg. Das war der letzte Song den Felix, der alte Bassist und Mitbegründer von FP und mein Vorgänger geschrieben hatte. Er ist aus privaten Gründen nach England gegangen und das war halt schon ein ziemlich krasser Moment für die FP Familie. Keiner wusste genau wie es weiter gehen sollte und es gab eine längere Zeit wo wenig passiert ist, in Sachen proben und Songs schreiben. Nachdem dann aber Entscheidungen getroffen waren, war uns eigentlich klar, das wir den Song den Felix geschrieben hatte, unbedingt auf der Platte haben wollten. Wir brauchten nur noch einen passenden Text, einen der vielleicht all das wieder spiegelt was FP mit Felix zusammen die Jahre über erlebt hat und was uns mit FP und der Freundschaft die dahinter steckt verbindet. Wie kann man was in Worte fassen, was schwer in Worte zu fassen ist. Der Text sollte auf jeden Fall von der Heimat und Freundschaft handeln und so kamen wir auf die Idee Jogges von Empowerment zu fragen. Er ist schon seit Jahren ein sehr guter Freund von uns und hier in Berlin auch öfters vertreten. Jogges war sofort Feuer und Flamme für das Thema und so nahm das Schicksal seinen lauf. Ich glaube dieser Song liegt uns besonders am Herzen, da so viele Menschen an diesem Song mitgewirkt haben und er eine sehr persönliche Note hat.

OBM: Habt ihr bereits Songs des Albums auf Shows gespielt?

Ja wir haben schon mehrere Songs unseres neuen Albums auf unseren Shows gespielt und sie sind alle sehr gut angekommen. Obwohl die meisten Leute die Songs nicht kannten, machten sie trotzdem Party mit uns... das zeigt doch das unser Publikum gute Musik zu schätzen weiß ;)

OBM: Wird es eine Tour zur Platte geben? Ist euer Kalender schon gut mit Shows gefüllt?

Auf jeden Fall!!! Die Tour wird Ende September Anfang Oktober stattfinden und uns ca. 14 Tage durch ganz Europa leiten. Wir sind nicht alleine unterwegs sondern mit unsere Brüder und Schwestern von Empowerment. Es wird sehr wahrscheinlich auch noch einen Spezial Act geben aber das wird noch nicht verraten. Nur soviel... Bidgozsh wäre stolz auf uns !!! Shows und Festivals spielen wir natürlcih auch den Sommer über. Checkt einfach unsere Hompage/Facebook/Myspace und kommt rum und trinkt was mit uns.

OBM: Wie sieht die Hardcore Szene momentan in Berlin aus? Welche Bands aus der Hauptstadt sollten unbedingt abgecheckt werden?

Die Hardcore Szene in Berlin ist bunt gemischt und das ist auch gut so. Es ist relativ schwierig zu sagen wie viele Leute wohl zu einer Show kommen, da es in Berlin einfach ein Überangebot an Shows gibt, auf die man gehen kann. 3-4 Shows in der Woche, die man sich anschauen kann ist keine Seltenheit. Bands die definitiv ausgecheckt werden müssen sind unter anderem Off the Hook, Punishable Act, Wfahm und das Berliner Hardcore Fest. Da spielen eigentlich immer alle aktuellen HArdcore Bands für nen guten Zweck. Ach ja und ganz wichtig : Devil Inside. Die haben vor gut  einem Monat ne Reunion gespielt und wollen vielleicht wieder ein bisschen mehr machen!!! Hamma Band!!!

OBM: Was ist das besondere für euch am musizieren?

Ich denke das es für jeden etwas anderes gibt was das musizieren in FP so besonders macht. Für mich als „Neuling“ in der Band ist es einfach, dass ich wieder Musik machen kann. Ich bin mehr als froh das FP mich gefragt haben ob ich bock drauf hätte in der Band zu spielen und ich ja gesagt habe. Was gibt es besseres als mit guten Freunden abzuhängen, die Musik zu machen auf die man Bock hat und unterwegs zu sein und Spaß zu haben. Es ist schwer so etwas zu toppen.

OBM: Ist es nicht anstrengend und erfordert viel Disziplin, Job und Band unter einen Hut zu bekommen?

Ja definitiv. Für den einen mehr, für den anderen weniger. Ich habe allerdings in letzter Zeit das Gefühl das es für alle immer mehr wird. Man ist keine Anfang 20 mehr, wo man das alles noch easy angehen konnte. Man könnte fast sagen, das die Band schon ein zweiter Job ist, neben dem eigentlichen Job den jeder von uns hat. Natürlich macht der „Bandjob“ mehr Spaß als der richtige Job und man versucht die Band nur als Spass anzusehen. Aber das ist es leider nicht immer. Wie du schon sagst, es ist auch anstrengend und erfordert von jedem Disziplin und Respekt gegenüber den anderen. Es ist schwierig Sachen zu planen, weil diese immer mit 5 Mitgliedern abgesprochen werden müssen, die jeweils eine Freundin, Familie und einen Job haben.  Es ist schwierig und teilweise auch zermürbend eine Tour zu buchen, wenn nicht jeder immer Zeitgleich urlaub nehmen kann.

OBM: Wieviel Zeit investiert ihr in "Final Prayer"?

Das ist ganz unterschiedlich. Ich denke jeder gibt soviel wie er kann. Es ist halt abhängig von den ganzen anderen Verpfliczungen die man um die Band herum hat. Aber ich denke schon das  bei den meisten bei uns 1-2 Stunden pro Tag drauf gehen um sich mit dem Thema „ Final Prayer“ auseinander zu setzten. Sei es Merch bestellungen, Show/Tour Planung, Songs schreiben, Interviews machen, Sachen organisieren...die Liste könnte jetzt noch 20 Einträge weitergehen. Und das arbeitet man halt so ab wie man zeit findet. Manches eilt natürlich und hat dann Priorität während anderes nicht ganz so wichtig ist. In einer Band zu spielen bedeutet immer Arbeit nehmen dem Vergnügen, und Arbeit bedeutet auch immer mehr Verlust von Freizeit.

OBM: Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg mit „I Am Not Afraid“! Die letzten Worte gehören euch:

Ja, vielen Dank für das Interview, hat echt spaß gemacht. Go Beer-Edge and support an Vegan/Vegetarian lifestyle

Cheers Dennis & FP

Final Prayer - I Am Not Afraid

Discography

Final Prayer - I am Not Afraid

(2012)

Final Prayer - Berlin EP

(2011)

Final  Prayer - Filling The Void
(2008)

Final Prayer VS Alcatraz

Split

(2007)

Final Prayer - Right Here Right Now
(2006)

Final Prayer - Crisis Never Ends Split

(2005)

Line Up:

Stephan - Gesang
Flo - Gitarre
Mac - Gitarre

Dennis - Bass
Pascal - Schlagzeug

Links

   

"Jeder von uns hat hart an sich und diesem Album gearbeitet damit es das wird was es nun ist, nämlich ein komplett zufriedenstellendes Ergebnis. Ich denke es ist sehr innovativ und abwechselungsreich geworden. Es lassen sich viele neue aber auch alte Facetten entdecken. Um nicht in Musikalische Spalten ab zu rutschen würde ich sagen, auf diesem Album ist für jeden was dabei.

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Review zu Final Prayer - I am Not Afraid

Review zu Final Prayer - Berlin EP

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