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Look My Way - 520
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Look My Way aus Aachen lassen nichts anbrennen und liefern nach ihrer im Dezember 2010 veröffentlichten Demo den Nachfolger in Form einer 7“ ab. Veröffentlicht wurde die Platte wieder auf Save My Soul Records und auch Daniel Dudek hatte bei der Produktion wieder seine Finger im Spiel. Die vier Songs der 7“ machen da weiter, wo die Songs der Demo aufgehört haben. Look My Way haben ihren eigenen Stil weiter ausgearbeitet ohne dabei auf den Geschmack der Masse Rücksicht zu nehmen. Jedoch sollte hierbei auch erwähnt werden, dass die Platte wachsen muss! Bei ersten Hören kamen mir die Songs etwas merkwürdig arrangiert und sperrig vor. Fast so, als würde Chris an der Band vorbei singen. Beim weiteren Hören stellt man aber fest, dass im Songwriting die Akzente anders gesetzt wurden und hier nicht nach dem typischen Hardcore-Schema vorgegangen wird. Gelungene Abwechslung! Die Produktion ist im Gegensatz zur Demo klarer definiert, verliert an manchen Stellen aber leider auch etwas an Druck. Der erste Song „520“ startet mit knochentrockenen Drums, die sofort in die Fresse hauen. Die einsetzenden Gitarren und Vocals lassen den Song nach vorne peitschen. Cooler NYHC- typischer Sound, gepaart mit aussagekräftigen Lyrics, machen „520“ zum perfekten Titeltrack und Opener für die Platte. Das Skit von Merauder's Minus am Ende untermauert die Message. Der zweite Song „Black Soul“ wurde schon auf einigen Shows unter dem Namen „Black Hearted“ präsentiert. Hier paart sich der wie gewohnt hart groovende Hardcore-Sound der Jungs mit einem coolen, schleppenden Metal-Einschlag, ohne dabei erzwungen zu wirken. Persönlich fand ich die alte Version besser, da dort das Gitarren-Solo zum Ende hin ohne zusätzliche Vocals auskam. Auf der Platte kommen die über das Solo gelegten Vocals zwar tight rüber und die Lyrics sind auch nicht von schlechten Eltern, aber für mich lag der Reiz des Songs eben in seinem ehemaligen Purismus. „Perfect Victim“ ist, durch seine klaren Strukturen und das ausgefeilte Riffing, der eingängigste Song der Platte. Krasser Drive, ein paar Metal-Anleihen und passende Gangshouts sind hier die Zutaten für ein explosive Mischung. Textlich wird hier mit falschen Freunden abgerechnet. Der vierte und letzte Song der 7“ nennt sich „White Flag“ und ist mein persönlicher Favorit. Da wird knappe zweieinhalb Minuten ordentlich aufs Gas gedrückt, ohne dabei auf Eingängigkeit zu verzichten. Den Sound kann ich nur als East Coast flavoured Aachen Hardcore bezeichnen, da es Look My Way schaffen ihren eigenen Sound aus den verschiedensten Einflüssen heraus zu definieren. Dazu gehören Two Step Parts, die abkühlen, um in knallhart stampfenden Moshparts aufzugehen, genau so, wie richtig platzierte und nicht übertriebene Gangshouts. Besonders angetan haben es mir hierbei auch die Lyrics. Hier wird eine positive und trotzdem wütende Message rübergebracht „No more living on weak knees“. Wer Lust auf eine wirklich abwechslungsreiche und trotzdem traditionell gehaltene Hardcore Platte hat, der sollte hier zugreifen. |
Wertung: . Band -Website: www.myspace.com/lmwhc / http://de-de.facebook.com/lmwhc . Bandmitglieder: Christoph - Gesang Tommy - Gitarre Michael - Gitarre Rene - Bass Kevin - Schlagzeug
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