Nasty | Own Blood Magazine

Die deutsch-belgischen Hardcore Legenden Nasty meldeten sich dieses Jahr mit ihrem neuen Album „Love“ eindrucksvoll zurück. Wir haben mit ihnen über musikalische Neuerungen, Internethelden und die Neunziger geredet.

OBM: Hi Jungs! Was geht zur Zeit bei Nasty ab?

Hi Ownblood! Zur Zeit geht eine Menge ab. Die Platte ist vor kurzem rausgekommen und läuft sehr gut. Wir arbeiten gerade an 2 weiteren Videos und eine Menge Konzerte stehen dieses Jahr noch an.

OBM: Eure letzte Platte „Love“ ist ja mal wieder eingeschlagen wie eine Bombe. Ihr musstet schon nachpressen lassen, oder? Wie zufrieden seid ihr mit der LP?

Ja mussten wir! 2 Wochen nach Release wurde bereits nachgepresst. Wir sind rundum sehr zufrieden mit dem Album. 

OBM: Im Vergleich zum letzten Album „Give a Shit“, besinnt ihr euch wieder auf eure Wurzeln und kommt doch mit einigen unerwarteten Neuheiten um die Ecke. Worauf habt ihr beim Songwriting zu „Love“ besonders geachtet?

Wir achten auf gar nichts beim Songwriting. Die Lieder müssen uns gefallen und das ist es. Brutal und intensiv sollten die Stücke sein.

OBM: Eure Studio Diarys aus den Pitchback Studios haben ja schon fast Kultstatus. Aber mal ernsthaft. Wie war der Aufnahmeprozess für euch?

Der Prozess war Hammer. Aljosha  Pitchback  hat sehr gute Arbeit geleistet und auch menschlich können wir nur positiv darauf zurrückschauen. Die Zeit im Studio hat uns definitiv nach vorne gebracht.

OBM: Gibt es so etwas wie ein Konzept hinter „Love“? Wie sucht ihr eigentlich die Skits für eure Alben raus?

Ein wirkliches Konzept hat das Album nicht. Im gesamten soll es  eher positiv im Sinne von konstruktiv anstatt Negativ auf den Hörer wirken. Wenn uns  Passagen aus z.B. Filmen gefallen behalten wir das im Kopf und schauen später, ob man die passend einbauen kann.

OBM: Der Titeltrack wird ja sogar von Evergreen Terrace Sänger Andrew Carey gefeatured. Wie kam es zu der Zusammenarbeit? Die Überraschung ist euch damit  auf jeden Fall gelungen. Wolltet ihr damit ein Statement gegen die Leute setzen, die euch immer zu viel „Stumpfness“ vorwerfen.

Den Part singt Craig Chaney. Nein, was die Leute sagen, kümmert uns nicht.

Wir wollten eigentlich nur mit Craig was zusammen machen, da er ein guter Freund ist und dachten das Lied würde gut passen. Anfangs war es auch für uns gewöhnungsbedürftig aber wir sind froh das Craig seine Stimmen für den Song gegeben hat. 

OBM: Wo wir gerade bei Statements sind. Euer Sänger Matthi wird auf Shows ja niemals müde gegen Faschismus, Sexismus, Intoleranz und blinden Konsum zu wettern. Wie steht ihr zu den Anfeindungen von gewissen Internethelden, die euch und andere Bands aus eurem Umfeld mit lächerlichen Unterstellungen in den Dreck ziehen. Sollten die es eigentlich nicht besser wissen, wenn sie mal ihren Arsch hochkriegen und zu einer von euren Shows kommen?

Sollten sie wahrscheinlich. Aber Haters gonna hate...

OBM: Zum Song „My Brain Went Terribly Wrong“ gibt es ein Video, dass doch stark an ein verfremdetes Pop-Video aus den Neunzigern erinnert. Wer hatte die Idee dazu? Wie war der Dreh? Was haltet ihr vom andauernden neunziger Revival?

Die Idee stammt von Matthi. Gedreht hat Daniel van Hauten und der Dreh war unkompliziert und gut.  Zu dem Revival können wir nicht wirklich viel sagen da wir sowas weder mitbekommen oder uns dafür interessieren.

OBM: Wie schafft ihr, als eine der „großen“ europäischen HC Bands, noch den Spagat zwischen dem Business, mit dem ihr  euren Fans den Zugang zu euren Platten, Merch, etc. ermöglicht und eurer DIY Attitude?

Wir treffen alle Entscheidungen und arbeiten mit Freunden zusammen.

OBM: Eure letzte Tour bestand mit A Traitor Like Judas und War Hound aus einem bunt gemischten Package. Was reizt euch daran und wer hat die Tour gebucht?

Matthi hat die Tour so geplant und Mad Tourbooking die Shows gebucht.

Wir denken das das Spartendenken die Scene auseinanderreißt obwohl wir alle denselben Grundgedanken haben. Daher wollten wir ein Abwechslungsreiches Line-up um zu zeigen,s dass es auch anders geht.

OBM: „Love“ erschien ja auf Beatdown Hardwear. Seid ihr mit der Zusammenarbeit zufrieden? Haben sich die digitalen Vertriebswege über Amazon oder iTunes für euch gelohnt?

Wir sind sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit. Ob sich die Digitalen Verkäufe lohnen, wissen wir nicht, da wir noch keine Zahlen vorliegen haben.

OBM: Was dürfen unsere Leser dieses Jahr noch von euch erwarten?

2 Videos,  ne Menge shows und mindestens 2 weitere Touren.

OBM: Vielen Dank für das Interview. Weiterhin viel Erfolg für eure Zukunft!

Wir danken euch!

 

NASTY | Scheisse

DISKOGRAFIE

Nasty | Love
Erscheinungsdatum: 28.Februar 2013
Spielzeit:
Label: Beatdown Hardwear

Nasty | Give A Shit
Erscheinungsdatum: 10.Juli 2010
Spielzeit:
Label: Goodlife Recordings

Nasty | Aggression
Erscheinungsdatum: 02.Februar 2008
Spielzeit:
Label: Goodlife Recordings

Nasty | Declaring War
Erscheinungsdatum: 2006
Spielzeit:
Label: Fuck This Recordings

LINE UP

Matthi - Gesang

Chris - Gitarre

Berri - Bass

Nash - Schlagzeug

BAND WEBSITES

     

"Ein wirkliches Konzept hat das Album nicht. Im gesamten soll es  eher positiv im Sinne von Konstruktiv anstatt Negativ auf den Hörer wirken. Wenn uns  Passagen aus zb. Filmen gefallen behalten wir das im Kopf und schauen später ob man die passend einbauen kann.

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