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New Found Glory - Kill It Live

Punk

 

Sieben Studioalben, zwei EPs, drei Cover-EPs, ein mal die ISHC, eine Best-Of, diverse Singles, Musikvideos und Welttourneen. Alles in siebzehn Jahren Bandgeschichte (durchgängig mit denselben Mitgliedern): So lesen sich New Found Glory in Zahlen. Was es noch nicht gab, ist ein Live-Album. Gibt es jetzt auch.

 

Ob man nun Live-Alben braucht oder nicht ist natürlich immer die Frage. Ich persönlich war nie ein großer Freund von selbigen. Meiner Meinung ist es nicht möglich eine richtig gute Show auf Bild- und/oder Tonträgern festzuhalten, solche Zeitzeugnisse taugen höchstens als schöne Erinnerungen an Ereignissen, die man selber erlebt hat. Nun soll dieser Text aber keine Abhandlung über den Sinn und Unsinn von Live-Alben sein, sondern eine Rezension über einen vorliegenden Silberling. Aufgenommen wurde „Kill It Live“ an zwei Nächten im ruhmreichen Chain Reaction in Anaheim. Liveaufnahmen bei zwei Konzerten zu machen ist üblich, um später die besten Aufnahmen zu kompilieren, war hier aber auch dringend nötig da Gitarrist Chad Gilbert bei der ersten Show einen Stromschlag erlitt und im Krankenhaus behandelt werden musste. Rock "n" Roll!

 

Was mir beim durchlesen der Track- bzw. Setliste als alter NFG-Kenner direkt auffällt, ist, dass die Songs eher aus der späteren Schaffensphase der Jungs stammen. Finde ich ein wenig schade, da mir durchaus der ein oder andere Knaller aus meinem Teenagertum fehlt. Klar sind Hits wie „Hit or Miss“, „My Friends Over You“ oder “Understatement” vertreten, aber was ist zum Beispiel mit den doch recht beliebten Coversongs (wahrscheinlich mögliche Rechtsprobleme) oder z.B. „Better Off Dead“? Nichts da. Oh, aber „Forget My Name“ durfte mit. Ein Traum! In seiner Gänze schafft es das Album durchaus ein wenig Stimmung einzufangen und ist wundervoll druckvoll aufgenommen, nur hilft das darüber hinweg dass man die ganzen Songs auch einfach auf den ursprünglichen Platten hören könnte? Man könnte nach dem hören dann auch auf ein Konzert gehen wenn möglich. Hätte man höchstwahrscheinlich mehr von.

Neben den 17 Liveaufnahmen gibt es obendrauf dann noch 3 brandneue Songs aus dem Studio. Sehr erfreulich das. Noch erfreulicher ist, dass diese sogar besonders erwähnenswert sind. Der neu erfundene Oldschool-NFG-Sound, der bei „Not Without a Fight“ eingeführt wurde, wird beibehalten und konsequent fortgeführt. Besonders „Connect The Dots“ macht unglaublich Laune das vorher gehörte auf mal mit eigenen Augen und Ohren zu erleben.

 

Wertung: 

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Band -Website: www.facebook.com/newfoundglory

Bandmitglieder:

Jordan Pundik - Gesang

Chad Gilbert - Gitarre

Steve Klein - Gitarre

Ian Grushka - Bass

Cyrus Bolooki - Schlagzeug


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