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OBM: Nach zwei ordentlichen EPs veröffentlicht ihr nun euren ersten Longplayer „The Walk“ wie lange habt ihr daran gearbeitet und wie zufrieden seid ihr mit dem Ergebnis?

Nach der Fertigstellung unserer letzten EP „Picture Of Yourself“ im April 2011 haben wir eigentlich direkt angefangen neues Material zu schreiben. Das hat sich dann relativ lange hingezogen, da wir in der Zeit auch ziemlich viele Shows gespielt haben, bis dann der letzte Song direkt bevor wir ins Studio gegangen sind fertiggemacht wurde. Wir sind super zufrieden mit dem Album, weil es das erste Output von uns ist, das stilistisch in sich geschlossen ist und die Platte auch genau so klingt wie wir es wollten.

OBM: Ihr habt im Hidden Planet Studio in Berlin aufgenommen, wieso habt ihr euch für dieses Studio entschieden?

Wir haben bisher sämtliche Aufnahmen von Jan bei Hidden Planet machen lassen. Das ist mehr oder weniger das Haus-und-Hof-Studio der Berliner Hardcore-Szene und da wir immer sehr zufrieden mit den Ergebnissen waren, war es ziemlich schnell klar auch diesmal wieder dort aufzunehmen. Außerdem ist Jan ein super Typ, mit dem das Ganze extrem viel Spaß macht. Und das Studio ist in Berlin, was die Sache auch logistisch extrem erleichtert.

OBM: The Walk lautet wie bereits erwähnt der Titel eures Debüt-Albums, ist es nur ein Albumname oder hat er eine besondere Bedeutung und steht auch für den Inhalt eurer Songs?

Der Song The Walk beschreibt eine Wandlung, einen inneren Prozess, den ein Mensch durchlebt, auf den durch eine schlimmes Erlebnis sehr viel Leid hereingebrochen ist. Dies kann durch alltägliche „Katastrophen“ wie eine unerwartete Trennung, ein Todesfall oder eine schwere Enttäuschung durch einen guten Freund ausgelöst worden sein. Das lässt sich als thematischer Überbau für die anderen Songs sehen, womit für uns The Walk relativ schnell als Titelsong feststand.

OBM: Welcher Song auf eurem neuen Album liegt euch besonders am Herzen?

Auf einen Song können wir uns da nicht wirklich einigen. Jeder von uns hat da so seine persönlichen Favoriten. Es gibt aber Songs, wie zum Beispiel Almost Forgotten oder Hourglass, die wir alle live wahnsinnig gerne spielen.

OBM: Welche Themen behandelt ihr auf "The Walk"?

Im Großen und Ganzen geht es um eine Vielzahl menschlicher Emotionen. Um einige Beispiele zu nennen, behandelt „Falling Down“ den Selbstmord eines engen Freundes, „Shit You Call Life“ die Angst vor einem Leben voll Sucht und Depression oder eben mit „The Walk“ das Ende einer Beziehung. Es geht um alltägliche Dinge, die uns beschäftigen und so ein stückweit verarbeitet werden.

OBM: Würdet ihr eure Musik als eine Art von positiver Aggressivität bezeichnen?

Auch wenn unsere Texte meistens eher negativ sind und wir auch sound-technisch nicht unbedingt posi sind, ist das eigentlich eine recht treffende Bezeichnung, da wir uns jetzt nicht unbedingt als eine negative und destruktive Band bezeichnen würden und wahrscheinlich auch sonst niemand, der uns näher kennt.

OBM: Wenn man Off The Hook bei Google eingibt stößt man auf eine britische Sitcom aus dem Jahre 2009! Wie seid ihr auf euren Bandname gekommen? Ich nehme jetzt mal nicht an, dass es etwas mit dieser Serie zutun hat oder?

OFF THE HOOK gibt’s ja schon seit 2008, das heißt die erwähnte Serie hat tatsächlich nicht zu unserer Namensgebung beigetragen. Damals wurde sich eben für eine Redewendung entschieden, die etwa soviel wie „fein raus“ bedeutet. Da könnte man jetzt viel reininterpretieren, sollte man aber besser nicht...

OBM: Das Schubbladen Denken in der Szene ist allgegenwärtig! Was würdet ihr sagen macht den Sound von Off The Hook so außergewöhnlich und was haltet ihr von diesem engstirnigen Denken, dass viele Bands direkt in Kategorien eingeordnet werden müssen, ohne den Bands überhaupt eine Chance zu geben?

Wir würden immer einfach sagen, wir machen Hardcore. Punkt. Aus. Ob das jetzt für irgendjemanden nach New York klingt, Old school ist oder sonst irgendein Subgenre, ist uns gänzlich egal. Und was daran oder ob das überhaupt außergewöhnlich ist, lassen wir auch andere entscheiden. Wer Bock auf Schubladen hat, soll sich eine aussuchen, Für den Rest ist es einfach nur Hardcore.

OBM: Wie Platon einst sagte „Musik und Rhythmus finden ihren Weg zu den geheimsten Plätzen der Seele“, was möchtet ihr mit euren Songs euren zu Hörern vermitteln?

Textlich geht es uns nicht darum jemandem eine bestimmte Message zu vermitteln, sondern wir schreiben die Lyrics in erster Linie für uns. Wenn jemand für sich eine Portion Wahrheit darin findet, freuen wir uns aber natürlich. Die Songs als Ganzes sollen beim Hörer dann das auslösen, was unsere Lieblingsbands live oder auf Platte mit uns machen, nämlich eine Möglichkeit bieten unsere Emotionen zu kanalisieren. Wenn uns jemand sagt, dass wir das bei ihm auch schaffen, haben wir alles richtig gemacht.

OBM: Was für musikalische Einflüsse verarbeitet ihr in eurem Sound? Gibt es vielleicht sogar Einflüsse, die man gar nicht erwarten würde?

Wenn ein Song ein bisschen nach Metal klingt, freut sich unser Sänger, wenn es punkig und schnell wird, ist der Drummer zufrieden und für die Gitarristen muss dringend noch ein fieser Moshpart dabei sein. Unser Bassist  hört manchmal ganz gerne Ska, aber das wird sich ganz sicher nicht auf unser Songwriting übertragen!

OBM: In den fünf Jahren, die ihr als Band aktiv seid, habt ihr schon allerhand erlebt und seit viel in Europa rumgekommen! Was war bis jetzt das schönste und welches das schlechteste Erlebnis, dass ihr hattet?

Eines der schönsten Erlebnisse war wohl die Show in Riga während unserer Osteuropa-Tour 2011. Da kommen in einer mehr als 1000 Kilometer entfernten Stadt unter der Woche 50 Leute zu einem Konzert von uns und singen teilweise unsere Texte mit. Das war schon ziemlich geil! Eher bitter war dafür ein paar Monate davor ein Konzert in Köln, das ausfallen musste, weil kein(!!!) zahlender Gast kam. Aus Mitleid haben wir dann aber total viel umsonst saufen dürfen, was den Abend noch gerettet hat.

OBM: Welchen Plattenladen sollte man unbedingt besuchen, wenn man in Berlin ist?

Bis aufs Messer in Friedrichshain ist absolut zu empfehlen, einfach weil es ein schöner und total netter Laden ist, der nebenbei auch noch tolle Platten hat. Und natürlich Coretex in Kreuzberg für das gewisse Berlin-Hardcore-Feeling.

OBM: Welche Band steht momentan ganz hoch bei euch im Kurs?

Da gibt’s nicht nur eine, aber Benchpress - Stay Hated EP und Final Prayer – I am not afraid sind auf jeden Fall Platten, die von uns ziemlich gefeiert werden.

OBM: Der Schluss gebührt euch, hier könnt ihr alles loswerden, was wir vergessen haben zu fragen, euch auf dem Herzen brennt oder ihr schon immer einmal in einem Interview rauslassen wollten!

Das ist  ein schöne Möglichkeit mal allen Danke zu sagen, die uns im Laufe der letzten fünf Jahre unterstützt haben, sei es durch Shows machen, kochen, uns auf dem Boden schlafen zu lassen, Merch zu kaufen oder auch einfach nicht den Raum zu verlassen, wenn wir spielen. Danke dafür!!

Off The Hook - The Walk

Discography

Off The Hook - The Walk

(2012)

Off The Hook - Picture of Yourself EP

(2011)

Off The Hook . the best remains EP

(2009)

Line Up:
Marco - Gesang

Chris - Gitarre

Raphi - Gitarre

Ensen - Bass

Steffen - Schlagzeug

Links

   

"Der Song The Walk beschreibt eine Wandlung, einen inneren Prozess, den ein Mensch durchlebt, auf den durch eine schlimmes Erlebnis sehr viel Leid hereingebrochen ist. Dies kann durch alltägliche „Katastrophen“ wie eine unerwartete Trennung, ein Todesfall oder eine schwere Enttäuschung durch einen guten Freund ausgelöst worden sein. Das lässt sich als thematischer Überbau für die anderen Songs sehen, womit für uns The Walk relativ schnell als Titelsong feststand. "

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