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OBM: Was hat euch an der Hardcore/Metal-Szene so fasziniert, dass ihr ein Teil von ihr werden wolltet und mit eurer Band dementsprechend auch etwas zur Szene beisteuert?

Rebellion und harte Musik haben uns schon seit den Anfängen von PLACENTA inspiriert. Die Entwicklung zum Hardcore/ Metal war dabei nur eine vorraussehbare Konsequenz. Wir haben jedoch nie versucht uns krampfhaft in einer bestimmten Szene zu platzieren. Es gefällt uns, dass man uns nicht einordnen kann. Grundsätzlich fasziniert uns natürlich, wie alle anderen auch, die Energie, die wir aus dieser Musik schöpfen können, sowie das Gefühl, unangepasst und fern des Mainstreams seine Individualität auszuleben.

OBM: Glaubt ihr die Szene ist über die Jahre zu intolerant geworden und steht musikalischen Veränderungen zu skeptisch gegenüber?

Teilweise drängt sich dieser Eindruck leider auf. Obwohl stilistische Intoleranz kein neues Problem ist. Ich denke das liegt vor allem an der Elitisierung bestimmter Trends.

OBM: Man sieht vermehrt, dass das junge Publikum insbesondere Deutschen Bands sehr wenig Respekt entgegen bringt, wie seht ihr diese Entwicklung?

Wir stehen dieser Entwicklung natürlich auch kritisch gegenüber. Auf Tour haben wir auch schon Erfahrungen mit demotiviertem, respektlosem Publikum gemacht. Die Kids sind völlig übersättigt und wissen die Leistung der Bands weder zu beurteilen, noch zu schätzen.

OBM: Kommen wir nun auf euer neues Album zu sprechen! Was möchtet ihr mit dem Titel eurer Platte "Replace Your Face" andeuten?

Zum einen ist er ein Aufruf an die Szene, sich der Vielfältigkeit der Musik zu öffnen und zum anderen spiegelt er die musikalische Entwicklung  der Band wider. Dabei ist “Re- placement” eher als Wieder- Zusammensetzen und Rückbesinnung auf alte Stärken zu verstehen.

OBM: Ihr habt bei "Dailyhero Recordings" aufgenommen, wo schon Bands wie War From A Harlots Mouth, 5Bugs oder Final Prayer ihre Alben eingekloppt haben! Wieso habt ihr euch gerade für dieses Studio entschieden?

Daylihero ist mittlerweile, dank stetig hochqualitativen Produktionen, eines der renommiertesten Studios in Berlin. Die Jungs haben bereits unserer “Brutalis” EP einen state-of-the-art Sound verpasst. Deshalb war für uns klar, dass wir auch das neue Album dort aufnehmen wollten. Es waren unsere bisher kostenintensivsten Aufnahmen, aber wer Qualität will, muss letztendlich auch investieren.

OBM: Habt ihr alle zur selben Zeit im Studio an den Songs gearbeitet?

Die Songs waren bereits vorher zu 90%  ausgearbeitet. Bei den Aufnahmen hat jeder seine individuellen Qualitäten eingebracht. Alle haben versucht, so viel wie möglich anwesend zu sein, auch wenn sie selbst nichts aufzunehmen hatten, um gemeinsam zu erleben, wie unser Baby langsam Form annimmt.

OBM: Welcher Song auf "Replace Your Face" bedeutet euch am meisten?

Jeder von uns hat seinen eigenen Favoriten. Grundsätzlich ist aber jeder Song großartig und gibt uns ein Gefühl von Freiheit und Spaß.

OBM: Das Cover zu eurem Album ist sehr schlicht gehalten und hebt euch von dem so Trend geworden Bunten, ausgeflippten Artworks anderer Bands ab! Wieso habt ihr euch dafür entschieden?

Genau deswegen!

OBM: Replace Your Face ist noch ein Stück melodischer, als "Fixed Action Pattern" und präsentiert sich meiner Meinung nach noch stilistischer! Würdet ihr mir da zustimmen?

Ich denke das neue Album ist stilsicherer und die melodischen Parts sind besser ausgearbeitet.

OBM: Die Mischung von unterschiedlichen Musikstilen macht euren Sound zu etwas besonderem. Welche Bands, haben euch musikalisch beeinflusst?

Unsere musikalischen Einflüsse sind sehr breit gefächert. Beim Songwriting hat von Elektro über Rock bis Death Metal alles seinen Platz gefunden. Die wichtigsten Bands waren dabei wahrscheinlich Mastodon, Refused und Deftones. Obwohl sehr oft auch das was wir nicht wollen eine sehr wichtige Rolle gespielt hat.

OBM: Gab es in all den Jahren als Band auf eurem Weg bestimmte Erfahrungen, an denen ihr gewachsen seid oder Wendepunkte markiert haben?

Personalwechsel haben immer wichtige Phasen markiert, in denen man nicht sicher ist, wohin die Reise geht. Bisher sind wir jedoch immer gestärkt und fokussiert daraus hervorgegangen.

OBM: Das Digitalezeitalter ist heutzutage allgegenwärtig! Könnt ihr euch vorstellen, eines Tages ein Album ausschließlich Digital zu veröffentlichen?

Warum nicht. Die Entwicklung geht weiter in diese Richtung. Unsere Single “Bella Fruit Verona” wurde auch nur digital veröffentlicht.

OBM: Beste Location in Berlin, die man unbedingt besuchen sollte?

Berghain.

OBM: Kurz und Knapp:

Bühne oder Studio?

Bühne!

Star Wars oder Star Trek?

Star Trek.

Vinyl oder CD?

CD.

Family Guy oder Simpsons?

Futurama. (obwohl die Simpsons uns natürlich alle geprägt haben)

Playstation oder Nintendo?

Playse.

OBM: Danke für das Interview und wir wünschen euch viel Glück mit eurem neuen Album! Das Schlusswort gebührt euch...

Danke für das Interview! Unterstützt eure lokale Szene!

 

Placenta - Trendcutter

Discography

Placenta - Replace Your Face

(30.09.2011)

Placenta - Brutalis

(09.07.2010)

Placenta - Fixed Action Pattern

(30.11.2009)
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Line Up:

Sven Berlin - Vocals
Michael Hoge - Guitar
Florin Kerber - Bass
Daniel Martens - Guitar
Tobias Stein - Drums

Links

 

"Unsere musikalischen Einflüsse sind sehr breit gefächert. Beim Songwriting hat von Elektro über Rock bis Death Metal alles seinen Platz gefunden. Die wichtigsten Bands waren dabei wahrscheinlich Mastodon, Refused und Deftones. Obwohl sehr oft auch das was wir nicht wollen eine sehr wichtige Rolle gespielt hat."

Review zu Placenta-Replace Your Face

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