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OBM: Wer sind „Stereo Dynamite“ stellt euch doch einmal kurz vor!

Matze: Moin, moin, wir sind Stereo Dynamite aus Freiburg/Tübingen und bestehen aus den Bandmitgliedern Fabi-Bass, Gäschi-Drums und Matze-Vox, Guitar.

 

OBM: “We are the Dynamite!-EP” ist euer erster Output, was erwartet uns darauf und wie sind die Reaktionen seit der Veröffentlichung im Oktober letzten Jahres?

Matze: Auf der EP erwarten euch 5 Songs, die aus einem Konzept heraus aufeinander aufbauen. Es ist schwierig, darüber etwas zu sagen, wenn man es selbst geschrieben hat. Hört doch einfach selbst rein auf unserer Homepage/Facebook/Youtube usw.

Die Reaktionen sind überraschend gut. Freunde, die härtesten Kritiker überhaupt, äußerten sich überaus positiv dazu. Auch die Reviews von Auswärts reden von einer gelungenen Debüt-EP. Das motiviert ungemein...

 

OBM: Wie lange habt ihr an eurer EP gearbeitet und was würdet ihr sagen war das schwerste daran?

Matze: Der Zeitrahmen war sehr gering, das war wohl die schwerste Hürde. Wir wollten unbedingt bei unserem Gig in Budapest die EP am Start haben. Daher ging alles ziemlich zügig, und es hat zum Glück alles hingehauen, auch wenn es Arsch-knapp war.

 

OBM: Würdet ihr eure Musik als eine Art von positiver Aggressivität bezeichnen?

Matze: Hehe, ich mag diese Bezeichnung. Ich würde definitiv mit ja stimmen, einige Songs weisen diese "Idee" auf. Positive Aggression bedeutet für mich, ich schreie das heraus, was mich stört, versetze mich in die Musik herein und dann ist’s auch schon wieder vorbei mit den Aggressionen. Die Musik sehe ich als Ventil, abschalten zu können. Ich halte nichts von dieser dämlichen Prügel-Attitüde und Gewalt und finde unsere Art der Bewältigung eindeutig besser.

 

OBM: Die Bilder, die man in eurem Video „Antidote“ sieht, sind aus einem Buch Namens  „We are the dynamite“ das ihr selbst geschrieben/gezeichnet habt! Wie kamt ihr auf solch eine ausgefallen Idee?

Matze: Die Idee kam mir schon einige Jahre zuvor. Da ich sehr bildlich Lyrics schreibe, wollte ich das schon immer mal als Buch haben. Dann kam hinzu, dass ich im Grafik-Design Studium den Grat zwischen Umsetzung und Idee hinbekommen habe, und so entstand schließlich das Buch zur EP.

 

OBM: Das Schubbladen Denken in der Szene ist allgegenwärtig! Was würdet ihr sagen macht den Sound von Stereo Dynamite so außergewöhnlich und was haltet ihr von diesem engstirnigen Denken, dass viele Bands direkt in Kategorien eingeordnet werden müssen, ohne den Bands überhaupt eine Chance zu geben?

Matze: Ich finde es total dämlich. Man muss sich rechtfertigen mit Genres, und dann kommen entweder große Abneigung oder Befürwortungen, ohne dass die Musik eine Sekunde eine Rolle an sich spielt. Bestes Beispiel Emo... Man kommt leider aber nicht drum herum, es ist traurig, da es ein Stempel ist, der viele Leute vorher schon beeinflusst.

Außergewöhnlich macht uns sicherlich der Wechsel zwischen Scream-Parts, harter schneller Musik und den melodischen Parts/Hooklines. Die Würze ist letztendlich dann die Formation. Wir sind zu dritt und wandern somit einen Grat zwischen zu hart und zu soft. Genau die Mischung, hinter der jedes Bandmitgleid von uns zu hundert Prozent steht.

Fabi: Ich finde jedem Kritiker müsste langsam bewusst sein, dass keine oder zumindest die wenigsten Bands das Rad neu erfinden. Daher wollen wir in keine Schublade, wir brauchen wenn schon einen Schrank.

 

OBM: Was für musikalische Einflüsse verarbeitet ihr in eurem Sound? Gibt es vielleicht sogar Einflüsse, die man gar nicht erwarten würde?

Matze: Einflüsse sind sicherlich, Comeback Kid, Boysetsfire, Snitch (CH-anhören!) und Anderes wie Your Demise, Stick to your Guns, oder the Ghost Inside.

Wenn ich für mich sprechen kann, dann kommt sicher niemand darauf, dass Frank Turner ein sehr großer Einfluss für mich ist. Großartiger Songwriter, großartige Songs.

Fabi: Ich führe immer gerne die überragende Band Rise Against mit an.

 

OBM: Was für Themen werden bei euch bearbeitet, gibt es da vielleicht sogar einen roten Faden, der sich durch eure EP zieht?

Matze: Einen roten Faden gibt es nicht wirklich. Wir schreiben Songs über Zwänge, die einem im Leben begegnen, die einen nicht das machen lassen, was man tun will. Ich würde sagen wir sind Optimisten, singen von der Hoffnung, vom nicht aufgeben. Das Leben gibt genug her, um darüber zu schreiben, selten auch in politischer Art. Aber wirklich nur selten...

 

OBM: Ihr habt jetzt schon ein paar Konzerte hinter euch gebracht, was ist euch bis jetzt positive und was vielleicht negative in Erinnerung geblieben?

Matze: Positiv sind mir das Heavy X-Mas Festival in Grafenhausen und Budapest in Erinnerung geblieben. Das Festival war sehr gut besucht, die Leute waren angetan von unserer Musik. Budapest war unser erster Auftritt, im Dürer Kert, als Vorband vor Superbutt, das war ein Erlebnis auf allen Ebenen, die mein Körper wohl so hergeben kann..

Negativ war definitiv eine Autopanne auf Tour, weswegen wir unsere Show in der Schweiz absagen mussten.

Fabi: Positiv: Budapest und die Tour mit unseren neuen schwedischen Freunden von Jailbreak Academy. Ein definitiver Spaßfaktor und schöne Shows. Negativ: Jap, die Autopanne…

 

OBM:Was ist das Wichtigste, das ihr auf einer Tour immer dabei haben müsst?

Matze: Die Band und ein Ersatzgetriebe!

Fabi: Schätzungsweise einen Ersatzbus wenn Matze weiterhin alles zerstört…

 

OBM: Da die EP bis jetzt wirklich gute Kritiken bekommen hat, ist der Hunger nach einem Album groß, gibt es in der Richtung schon Neuigkeiten?

Matze: Es gibt neues Material, es ist ein neues Album sicherlich schon in den Köpfen, aber es wird noch ein bisschen dauern. Oberste Priorität hat das Touren, sodass viel mehr Leute ein Album herbeisehnen. Dann können wir nochmal darüber sprechen :-)

 

OBM: Der Schluss gebührt euch, hier könnt ihr alles loswerden, was wir vergessen haben zu fragen, euch auf dem Herzen brennt oder ihr schon immer einmal in einem Interview rauslassen wollten!

Matze: Hallo Mama, Kuck mal, ich gebe ein Interview! Fabi?

Fabi: Gäschi, ich hab dich lieb!

Stereo Dynamite-Antidote

Discography

Stereo Dynamite-We are the Dynamite

(2011)

Line Up:

Matze - Gesang, Gitarre
Fabi - Bass

Gäschi - Schlagzeug

Links

"Positive Aggression bedeutet für mich, ich schreie das heraus, was mich stört, versetze mich in die Musik herein und dann ist’s auch schon wieder vorbei mit den Aggressionen. Die Musik sehe ich als Ventil, abschalten zu können. Ich halte nichts von dieser dämlichen Prügel-Attitüde und Gewalt und finde unsere Art der Bewältigung eindeutig besser."

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