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OBM: Als relative frische Band ist es sicherlich ein tolles Erlebnis, zum ersten Mal die eigene CD in den Händen zu halten! Wie war das für euch?

Hallo Benjamin. Das war natürlich der Wahnsinn! Ich denke jeder, der schon mal in ner Band gespielt hat oder spielt träumt davon, eines Tages seine erste eigene CD in den Händen zu halten. In vorherigen Bands hatten wir zwar die ein oder andere Demo-CD oder EP selber gebrannt und in eine Hülle gesteckt, aber für jeden von uns ist es wirklich das erste Album.

OBM: Was war euch besonders wichtig bei der Produktion, hattet ihr genaue Vorstellungen wie eure Songs klingen sollen?

Ja, wir hatten schon eine Vorstellung in welche Richtung es gehen soll. Ganz grob gesagt sollte es fett klingen ohne dabei an natürlichem Charakter zu verlieren, also nicht zu aufgeblasen bzw. überproduziert. Als Vorlage dafür hatten wir direkt aber kein Album einer anderen Band im Kopf. Umso gespannter waren wir darauf, Sources zum ersten Mal fertig produziert zu hören.

OBM: Euer Debüt Album „Sources“ wurde in einer Kooperation zwischen Sebastian Reichl (Slaughter's Palace Studio) und Kristian Kohlmannslehner (Kohlekeller Studio) aufgenommen. Wieso habt ihr euch für zwei Studios entschieden bzw. wie kam es zu der Idee einer Kooperation zweier Studios?

Aus dem Anspruch heraus einen möglichst fetten, aber eben noch natürlichen Sound zu erhalten, kam eigentlich nur das Kohlekeller Studio in Frage. Nachdem uns die Produktionen von Kohle so zugesagt haben (besonders die aktuellen Zusammenarbeiten mit A Traitor Like Judas) gingen wir auch gar nicht mehr auf die Suche nach einem anderen Studio. Da die meisten von uns zeitlich von ihren Jobs ziemlich in Anspruch genommen wurden und niemand längeren Urlaub mehr nehmen konnte, haben wir noch ein Studio in der Nähe gesucht, in dem wir an den Wochenenden und mal abends aufnehmen konnten. Sebastian wohnt nicht weit von uns und wir wussten, dass er die Songs von Deadlock bis auf die Drums in seinem Studio aufgenommen hat. So kam da der erste Kontakt zustande. Die Arbeit mit beiden hat auch eine Menge Spaß gemacht und gerade dem langen Aufnahmeprozess ist es doch zu verdanken, dass uns gerade Sebastian doch sehr ans Herz gewachsen ist.

OBM: Wie lange habt ihr an eurem Debüt Album gearbeitet und was würdet ihr sagen hat am längsten dabei gedauert?

Die Songs entstanden teilweise am Computer bereits Ende 2010 und fertig waren wir mit den Aufnahmen Ende 2011, also etwa ein Jahr. Die Aufnahmen von Gitarren und Vocals im Slaughters Palace haben sich wohl am längsten hingezogen. Hauptgrund dafür war schlicht und einfach, dass wir nur jedes 2. oder 3. Wochenende aufgenommen haben.

OBM: Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Sebastian Reichl (Deadlock) und Karl Schubach (Misery Signals)?

Sebastian meinte, dass dem Album ein richtig fetziges Solo noch die Krone aufsetzen würde. Die Schlussphase von „Grey Days“ sei dafür wie gemacht und da wollte er dann sein Solo drauf packen ;-). Karl hatte damals eine Crow-Funding-Aktion für sein Soloprojekt SOLACE. Als Dankeschön dafür bot er dann seine stimmliche Unterstützung in einem unserer Songs. Da MISERY SIGNALS für uns eine absolute Ausnahmeband ist, konnten wir uns das nicht entgehen lassen.

OBM: Wer ist für das schicke Cover Artwork zuständig gewesen und inwiefern spiegelt es vielleicht sogar den Inhalt eures Albums wieder?

Das Artwork des Albums kommt von Andreas Preis, einem guten Freund unseres Gitarristen Michael. Im Album geht es u.a. um umweltspezifische Themen- und was wäre da passender gewesen, als dieser schicke Baum ;) . Wir sind keine Ökos, aber gerade die Umweltthematik kann einfach nicht oft genug aufgegriffen werden, gerade weil jeder einzelne ziemlich einfach seinen Beitrag dazu leisten kann.

OBM: Jede Band hat verschiedenste musikalische Einflüsse, welche sind das z.B. bei euch und wie machen diese sich vielleicht in eurem Sound sogar bemerkbar?

Die Songs werden hauptsächlich von Raphael geschrieben. Raphaels Musikgeschmack orientiert sich eher am modernen, progressiven Metal wie Veil of Maya oder After The Burial. Generell aber hören wir in der Band eigentlich ziemlich alle härteren Musiksparten, von Deathmetal bis Hardcore. Natürlich waren wir bei den Aufnahmen zu ''Sources'' darauf bedacht, nicht nach Band XY zu klingen, sondern einen eigenen Stil zu finden. Ob uns das gelungen ist, bleibt den Hörern überlassen :)

OBM: Der französische Schriftsteller Victor Hugo sagte einst „Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.“ Was möchtet ihr in euren Songs ausdrücken, was für Themen sind euch besonders wichtig darüber zu schreiben?

Umwelt, die täglichen ups and downs, die wirklich wichtigen Dinge und dass man nicht alles glauben soll was einem durch Medien, Politik und Religion eingetrichtert wird. Man sollte die Dinge nicht immer als selbstverständlich ansehen und hier und da auch mal über den Tellerrand schauen.

OBM: Gibt es einen Song, der euch vielleicht besonders am Herzen liegt? Falls ja, welcher und warum!

Der Text von „Blood Line“ hat wohl den persönlichsten Hintergrund für unseren Sänger Raphael, da textlich persönliche Erlebnisse von ihm aufgegriffen wurden. „Treasure Hunt“ ist uns als Band der wichtigste Song am Album, deswegen kann man ihn bereits jetzt auf unserer Facebook-Seite streamen ( www.facebook.com/virtueconcept ). Es geht darum, jeden Tag mit seinen Freunden und Familie zu genießen, egal welche Belastungen einem ständig das Leben schwermachen.

OBM: Seit März seid ihr nun ein Teil von Acuity.Music, dem digitalen Sublabel von Let it Burn Records! Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Let It Burn Records?

Chris von Let it Burn stand schon zu Aufnahmezeiten 2011 mit uns in Kontakt. Gleichzeitig ist er generell vom Sound der Kohlekeller-Produktionen angetan. Uns freut es sehr und wir fühlen uns geehrt, gleich zu Beginn mit einem so engagierten Label zusammenarbeiten zu können.

OBM: Das digitale Zeitalter ist ja schon lange nicht mehr aufzuhalten, was denkt ihr wird einen stärkeren Absatz haben, die digitalen Downloads oder doch noch die physische CD? Was würdet ihr bevorzugen?

Wir fahren alle noch eine gesunde Mischung aus Beidem. Wenn es gerade DAS Album DER Band ist, dann wird natürlich die physische CD gekauft und ins Regal gestellt. Ansonsten bevorzugen wir die doch billigeren Downloads bzw. streamen kostenlose Musik. Gerade mit Simfy, Spotify etc. hat ja nun jeder die Möglichkeit in Alben reinzuhören. Wir freuen uns natürlich noch mehr, wenn sich jemand unsere CD physisch in unserem Shop bestellt. Am wichtigsten ist uns aber, dass die Leute auf unsere Konzerte kommen. Das Livekonzerte spielen ist nach wie vor unser Hauptantrieb, Musik zu machen.

OBM: Wir wünschen euch viel Erfolg mit eurem Debüt Album 'Sources' , welches ab dem 2.Juni erhältlich sein wird! Die letzten Worte gehören euch:

Vielen Dank für das Interview, Danke an Acuity Music/Let It Burn und Chris, Sebastian Reichl und das Kohlekeller Studio. Und vielen Dank natürlich an alle da Draußen, die unserer Musik 'ne Chance geben.

Discography

Virtue Concept-Sources

(2012)

Line Up:
Raphael Grunow-Gesang
Michael Pfeilschifter-Gitarre
Felix Eckmeder-Gitarre

Johannes Eisenreich-Bass

Christian Priol-Schlagzeug
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Links

 

"Der Text von „Blood Line“ hat wohl den persönlichsten Hintergrund für unseren Sänger Raphael, da textlich persönliche Erlebnisse von ihm aufgegriffen wurden. „Treasure Hunt“ ist uns als Band der wichtigste Song am Album, deswegen kann man ihn bereits jetzt auf unserer Facebook-Seite streamen ( www.facebook.com/virtueconcept ). Es geht darum, jeden Tag mit seinen Freunden und Familie zu genießen, egal welche Belastungen einem ständig das Leben schwermachen."

Review zu Virtue Concept-Sources

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