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OBM: Als Erstes habt ihr die Möglichkeit euch und eure Bandgeschichte ein wenig vorzustellen!

Hallo, für diejenigen die uns noch nicht kennen, wir sind BLACKEST DAWN aus Magdeburg. Zur Band gehören Jörg Kosinski (Gitarre), Sebastian Cassuhn (Gitarre), Frank Mühlenberg (Vocals), André Jüdes (Drums), Jörg Jüdes (Vocals) und seit neustem Dennis Zwickert (Bass).

 

OBM: Euer neues Album "Fear Of The Apocalypse" ist bereits im Kasten und zwei Tracks davon kann man sich momentan auf Myspace anhören und klingen wie ich finde recht vielversprechend...

"Fear Of The Apocalypse" (FOTA) wird am 14.12.07 via All Life Ends Records veröffentlicht. Wir haben am Dezember letzten Jahres 3 Promo Songs im Homestudio aufgenommen. Genau aus dieser Session ist der Song "Funeral Of Sins" auf unserer MySpace-Seite. Es ist also die Uraltversion des Songs. Mit "The Mortal Flame" haben wir den ersten Song vom Album im/mit endgültigen Mix online gestellt. Mit dem Mix von Jacob Bredahl sind wir übrigens sehr zufrieden.

 

OBM: Wo habt ihr eigentlich dieses Mal euer Album aufgenommen? Habt ihr dasselbe Studio wie schon für "Artefacts" gewählt?

FOTA wurde bereits im April / Mai diesen Jahres in den Headquater Studios (Berlin) aufgenommen. Wir hatten eigentlich einen festen Termin für April dieser wurde jedoch eine Woche vorher gecancelt, da die Headquater Studios (Berlin) zu dieser Zeit umgebaut wurden und nicht rechtzeitig fertig geworden sind. Den Tipp mit dem Studio hat uns Micha (Sänger) von den Anticops gegeben, die dort in regelmäßigen Abständen aufnehmen. Nachdem der Termin abgesagt wurde haben wir uns reichlich überlegt was wir nun tun wollen. Unter Zeitdruck haben wir den Umweg genommen und das Album an mehreren Wochenenden im April und Mai eingetrommelt. Das waren sowohl angenehme, als auch sehr anstrengende Wochen(-enden). Um zur Frage zurückzukommen "ARTEACTS" haben wir seiner Zeit in den "Rape Of Harmonies" Studios in Triptis aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt waren wir noch sehr blauäugig und unerfahren in Sachen Aufnahmen. Ralf Müller und Alexander Dietz haben uns damals sehr viele Tricks gezeigt und ihre Ideen eingebracht. Das Outro wurde eigens von Ralf für "Artefacfts" komponiert. Leider war unser Budget für FOTA so gering das die komplette Aufnahme in den ROH Studios zu kostenintensiv geworden wäre.

 

OBM: Ihr hattet ja ein paar Probleme bei der Produktion eures Albums! Wodurch ihr die Veröffentlichung mehrfach verschieben musstet, welche Probleme waren das genau und wie habt ihr diese beseitigt?

Wie bereits erwähnt war die Verschiebung das Aufnahmetermins ein Punkt, hinzu kam das verschiedene Gitarrenspuren nicht ganz den Erwartungen von Jacob und uns entsprachen. Deshalb mussten wir im Juni bzw. Juli nochmals zu Tobi (Refused To Comply Studio in Burg) ins Studio um diese neu einzuspielen. Im Nachhinein hat sich dieser Aufwand gelohnt. Parallel dazu war Jacob mit Hatesphere unterwegs, die gerade "Serpent Smiles And Killer Eyes" veröffentlicht hatten. Somit war er mehr oder minder nur halbherzig bei der Sache und alles Weitere hat sich nach hinten verschoben. Da in so kurzer Zeit kein vergleichbarer Produzent zu finden war, haben wir uns schlussendlich dazu entschlossen das Release Datum weiter nach hinten zu verschieben.

 

OBM: Könnt ihr uns schon zu den Songtiteln, Albumtitel, Artwork, einem eventuellen Konzept oder Lyrics etwas verraten?

"Fear Of The Apocalypse" ist eindeutig als Statement zu sehen. Man könnte fast soweit gehen und von einem Concept-Album zu sprechen. Man sollte das Album zweigeteilt sehen. Auf der einen Seite steht die Musik und auf der anderen die Lyrics. Beide ergänzen sich auf FOTA sehr gut. Die Musik die treibend und wütend auf eine hereinprasselt und die Lyrics sind anklagend und behandeln realitätsnahe Themen. Die Songs sind so gestaffelt das sie textlich den möglichen Weltuntergang und seine Gründe thematisieren. Es beginnt mit dem letzten Tag, dazwischen geht es auf und ab und vielleicht gibt es am Schluss ein Happy End sowie auf FOTA mit "Phoenix Rising". "What's Left Behind" stellt ein ganz klares Statement gegen Rechtsradikalismus und Neofaschismus dar. Vor allem in der Gegend aus der wir kommen, ist es wichtig diesem Pack kein Meter zu schenken. Wir versuchen keineswegs irgendjemandem unsere Einstellung einzutrichtern oder mit erhobenem Zeigefinger vor den Leuten zu stehen und ihnen zu sagen was sie zu tun haben. Wir wollen lediglich das manche Menschen die Augen öffnen und ihr Gehirn anstrengen und nicht alles hinnehmen. Manchmal lohnt es sich bestimmte Themen zu hinterfragen. Das Artwork wurde von Seth Anton kreiert, vielen ist er sicherlich bekannt durch seine Arbeiten für Exodus, Soilwork, Heaven Shall Burn, Destiny, uvm. Wir fanden das es Zeit ist mal ein richtig cooles Metal CD Cover zu haben, deshalb haben wir uns an ihn gewendet.

 

OBM: Welcher Song ist momentan euer Lieblingssong auf eurem neuem Album und warum?

Oh schwere Frage, da jeder in unserer Band einen anderen Lieblingssong hat.

 

OBM: Wie werdet ihr Euer Album promoten, habt ihr etwas Besonders für den Release Termin geplant?

Etwas Besonderes haben wir nicht geplant, dafür war die Zeit wiederum zu knapp. Wir werden einfach auf die Bühne gehen und uns wie immer gehen lassen.

 

OBM: Wie würdet ihr euren Musikstil bezeichnen?

Schwere Frage, eine gute Mischung aus Deathmetal und Hardcore. Vielen sagen jetzt sicherlich Metalcore, aber naja sollen sie ruhig.

 

OBM: Was sind eigentlich eure Hauptmusikeinflüsse? Jeder von euch hat ja viele verschiedene Einflüsse wie bringt ihr diese in eurem Sound unter?

Wie du schon richtig fragst, haben wir viele verschiedene Einflüsse. Manch einer hört nur Krach (Grind/Crust/Death Core) der Sorte Megrudergrind oder McGuyver. Andere hingegen hören auch mal klassische Musik um sich zu entspannen. Ich bezweifle jedoch das wir momentan klassische Musik als Einfluss auf FOTA haben. Größte Einflüsse zu Beginn unseres Schaffens waren natürlich die großen Schwedentöter wie At The Gates, In Flames, The Haunted usw. hinzukammen verschiedene Band aus dem klassischen Rock und Metal wie Iron Maiden oder Metallica.

 

OBM: Wenn wir einen Blick auf Eure erste CD "Artefacts" werft, würdet Ihr diese eventuell gerne neu aufnehmen oder irgendetwas daran ändern?

Sicherlich entdeckt man nach einiger Zeit immer wieder Dinge an den alten Aufnahmen die man gern geändert hätte. So würde ich ganz gern den Gesang neu strukturieren und aufnehmen. Schon kurz nach den Aufnahmen war ich nicht so zufrieden mit den Vocals. Ich würde sie vor allem kraftvoller und metallischer einsingen.

 

OBM: Warum denkt ihr, tendieren immer mehr der aktuellen Metalcore- und New School-Bands dazu, mehr Metal zu spielen?

Wieso eigentlich nicht. Viele Bands die mich in die Hardcore-Metal Szene geführt haben, haben bereits vor Jahren begonnen mehr Metal in ihren Sound zu integrieren. Die besten Beispiele sind Morning Again, Earth Crisis, Stife, Battery und sogar die Rykers. Ich sehe das nicht als momentanen Trend sondern mehr, als einen Weg der sich seit Jahren abgezeichnet hat. Viele der Kids sind sicherlich durch ihre Väter geprägt wurden durch Bands wie Slayer, Sepultura, Machine Head, Metallica, Maiden und und und.

 

OBM: Was bedeutet euch Death Metal und was bedeutet euch Hardcore, beide Einflüsse sind ja deutlich in eurem Sound vorhanden?

Deathmetal und Hardcore sind einfach zwei Musikrichtungen die sehr gut miteinander harmonieren. Beide zeichnen sich durch Härte und Kraft aus. Im Hardcore zählt die Attitüde sicherlich mehr als im Deathmetal und diese beiden Dinge zu kombinieren ist unheimlich belebend.

 

OBM: Um bei diesem Thema zu bleiben! Was denkt ihr über den Metalcore - Boom, der seit beinah sechs Jahren umgeht? War oder ist er gut?

Von einem Boom zu sprechen halte ich immer noch für übertrieben. Der Metalcore steht nur mehr im öffentlichen Interesse da er vor 3-4 Jahren durch fast alle Record Labels gepushed wurde. Jedes dieser Label musste wenigstens 1 oder 2 Bands haben die diesem Trend folgen, ob sie nun gut sind oder nicht. Haben ist besser als brauchen. Wenn ich mir überlege wie viele Hardcorebands es in meinen Anfangstagen gab ist das nicht wesentlich weniger gewesen, sie standen nur nicht so im öffentlichen Licht.

 

OBM: Was denkt ihr über Myspace? Ist es eine große Zusatzhilfe für Bands oder eher nicht?

MySpace ist ein super Tool das sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Stell dir doch mal vor, wie es vorher war. Noch nie war es so einfach mit ausländischen Bands, Labels, Clubs usw. in Verbindung zu treten. Außerdem gibt es mittlerweile Bands die ihrer MySpace-Seite ihren Erfolg zu verdanken haben.

 

OBM: Ihr spielt am 8. Dezember mit Born From Pain und am 15. Dezember mit MADBALL, Pro-Pain, Barcode usw.! Wie seid ihr an diese Gigs gekommen und wie bereitet ihr euch auf diese Auftritte vor?

An Gigs heranzukommen ist kein Problem, wir haben gute Kontakte und unser Ruf als gute Live Band eilt uns scheinbar voraus. Besonders vorbereiten werden wir uns nicht. Ich will jetzt nicht sagen das es "Business as usuall" ist, aber wir kennen die Jungs von Born From Pain schon eine Weile, also wieso Angst vor ihnen haben? Ich freue mich eher endlich mal wieder Madball in Magdeburg zu sehen und Pro Pain zum allerersten Mal in einer großen Halle.

 

OBM: Was sind eure Zukunftspläne, wollt ihr mit eurer Musik später euren Unterhalt verdienen?

Haha Lebensunterhalt, nein dafür ist die Branche zu Trendabhängig und instabil. Da bleib ich lieber Hausmeister oder Studiere bis mir der Kopf abfällt.

 

OBM: Was bedeutet euch (generell) Musik?

Die Musik ist für uns alle ein wichtiges Ventil geworden, den Stress und die Anspannung der Arbeit zu vergessen und den Kopf wieder frei zubekommen.

 

OBM: Zum Schluss habt ihr noch die Gelegenheit ein paar Sätze an eure Fans und unsere Leser zu richten!

Ok falls jemand dieses Interview liest, würde ich mich freuen, ihn auf einem unserer nächsten Konzerte oder auf unserer MySpace-Seite begrüßen zu dürfen. Und denkt dran: Denken hilft, jedenfalls manchmal.

Blackest Dawn - Curse Of The Soulgrinder

Discography

Blackest Dawn-Soulgrinder

(2011)

Blackest Dawn-Fear of the Apocalypse

(2007)

Line Up:

Joerg Juedes - Gesang
Frank Muelenberg - Gesang
Sebastian Cassuhn - Gitarre
Danilo Niemann - Gitarre
Alexander Winter - Bass
Andre Juedes - Schlagzeug
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