Follow us

OBM: Als erstes stellt euch und eure Band doch einmal vor!

Hi! Also wir sind 6 Jungs aus dem kleinen, schönen Saarland – da wären Ric (Vocals), Matze (Gitarre), Johnny (Gitarre), Mullah (Bass), Luc (noch eine Gitarre) und Schmalle (Drums). Wir alle sind zwischen 20 und 26 Jahren alt und machen z.T. schon seit 7 Jahren gemeinsam Musik.

 

OBM: Wie kamt ihr eigentlich auf den Namen „Chantz of Noise“ und was für eine Bedeutung hat er für euch?

Als wir mit 13/14 anfingen, Skate- und Saufpunk etc. zu fabrizieren, nannten wir uns noch spielerisch „Pogomons“, allerdings passte dieser Name nach einigen Jahren einfach nicht mehr zu uns, da die Musik zunehmend ernster wurde und wir erwachsener. Somit kam unser Sänger im Sommer 2004 dann auf den Namen „Chantz of Noise“, den man so direkt eigentlich gar nicht übersetzen kann, wie wir finden ;-). Die sog. „Chantz“ bei einer Demo z.B. stehen für eine Art Ausruf oder Parole, die ein Pulk Menschen aus sich rausschreien. Somit könnte man es als „Lärmparolen“ o.ä. übersetzen. In erster Linie fanden wir aber den Klang des Namens cool.

 

OBM: Was zeichnet Eurer Auffassung nach „Chantz of Noise“ aus?

Wir nehmen uns selbst nicht allzu ernst. Klar, wir spielen unsere Musik mit Leidenschaft und auf der Bühne kann man mal für 30-45min. endlich dem Alltag entfliehen und sich zur Bestie entwickeln. Genau das versuchen wir auch Live zu übermitteln, dass sich die Leute einfach gehen lassen können und mal das tun, worauf sie gerade Lust haben. Allerdings machen wir auch gerne unsern Quatsch auf der Bühne und versuchen nicht krampfhaft, als die bösen Jungs rüberzukommen. Trotzdem oder gerade deswegen sind und bleiben wir auch authentisch und wollen einfach ehrliche Musik spielen, so wie sie uns gefällt.

OBM: Was ist euch als Band an der Musik selbst, das Wichtigste?

Dass wir zu sechst einen Song schreiben, den wir nachher wirklich alle cool finden und der geboren wird und sich fortentwickelt, bis wir ihn endlich live rocken können. Wir haben nicht allzu oft Parts, die sich wiederholen, eher versuchen wir, ständig neue Spannung aufzubauen, statt eine Strophe zu wiederholen. Zudem sollte die Mischung stimmen. Wir hören alle viel verschiedene Musik, nicht nur „Geboller“, sondern auch z.T. Alternative und andere Musik, die sich dann wiederum in den melodischen Parts widerspiegelt. Es kommt uns hauptsächlich auf Abwechslung an und zwischendrin auch gerne Refrains, die einfach im Ohr bleiben. Eine gewisse Portion Mosh darf auch nicht fehlen, egal, wie "trendy" das zurzeit vielleicht ist!

OBM: Mit dem Einstieg eines 3. Gitarristen ist ein etwas anderes Soundgewand entstanden. Beschreibt uns bitte diesen Prozess und erklärt, wieso ihr diese Personalveränderung vornehmen musstet?

Also der Johnny (unser neuester, dritter Gitarrist) ist ein langjähriger Freund der Band. Als unsere Songs sich zunehmend dem Metal zuwandten, fragte er uns, ob er nicht mal mit jammen könnte. Klar haben wir gesagt und wir haben direkt in der ersten Probe einen neuen Song geschrieben, den wir heute auch immer noch im Programm haben (Call my God). Natürlich ist es verdammt schwierig, einen Song mit 3 Gitarren zu entwickeln und daran zu feilen, aber man hat natürlich auch krasse Möglichkeiten, die man sonst nur im Studio verwirklichen kann zudem ist Live nun noch mehr auf der Bühne los, natürlich fragen auch viele Leute, ob es denn von Nöten ist, dass wir 3 Gitarren haben. Live ist das z.T. vielleicht nicht so einfach zu registrieren, aber wartet mal die Aufnahmen ab und hört dann mal hin! :-)

OBM: Wie entsteht bei euch ein Song, schreibt ihr zuerst die Musik und dann die Texte oder umgekehrt?

Zuerst schreiben wir instrumental die Songs und dann schreibt Ric einen Text drauf. Das war schon immer so und wird sich auch wohl nie ändern, das ist so unsere Vorgehensweise und funktioniert bisher auch ganz gut.

OBM: Eure EP wurde ja mit über 300 Exemplaren, schon recht ordentlich verkauft für eine Newcomer Band. Wann dürfen wir von euch eine neue Scheibe erwarten, und wird das dann vielleicht schon eine LP?

Wir sind in diesen Tagen in den 4CN-Studios in Wuppertal und nehmen unsere neue 6-Song-EP auf. Co-Producer neben dem Tim von 4CN ist Flo Velten, Shouter bei Machinemade God, die übrigens gute Freunde von uns sind. Die neuen Songs heben sich aber deutlich von denen der damaligen Platte ab, diese gingen noch mehr in Richtung Screamo und weniger Metal. Macht euch auf was gefasst, bald gibt's endlich was Neues auf die Ohren! :-)

OBM: Wo genau wollt ihr mit eurer Musik hin? Hobbykapelle oder eher Berufsmusiker?

Natürlich würden wir gerne unsere Leidenschaft zum Beruf machen aber ehrlich gesagt ist das in der heutigen Internet- und Filesharing-Zeit wohl alles andere als einfach. Trotzdem bleibt die Hoffnung, dass man zumindest mal ganz gut um die Runden kommt mit unserm Lärm ;-) noch toller wäre natürlich um die Welt!

OBM: Wie seht ihr die Hardcore/ Metalszene im Moment? Zum Kommerz verkommen oder eine echte Chance für neue Bands?

Kommerz! Wir mögen dieses Wort nicht besonders. Alles ist immer gleich „Kommerz“, ich warte nur drauf, dass Essen und Schlafen zum Kommerz ernannt wird ;-) klar hat die Szene in den letzten Jahren v.a. durch den Mix zum Metalcore einen absoluten Aufschwung bekommen, allerdings geht uns dieses ganze Einordnen in Schubladen ziemlich auf'n Senkel. Das macht szenenintern mehr kaputt als alles andere, das ständige Gespräch über „true“ und „untrue“, ob zu poppig oder zu wenig/zu viel Gegrunze und welche Band sich nun welchem Trend verschreibt etc. Wir finden, jede Band sollte ihr Ding durchziehen, wenn man es ehrlich meint und gute Songs schreibt, hat jede Band ihre Chance verdient.

 

OBM: Ihr kommt ja aus dem Saarland. Wie seht ihr bei euch die Hard- und Metalcore Szene? Eher auf dem ab- oder aufsteigenden Ast?

Hier ist die Szene wohl genauso am Boomen wie überall. Es sprießen etliche Bands aus dem Boden und viele Leute gehen auf die Musik ab. Das freut uns natürlich sehr, da somit auch die Konzerte immer zahlreicher besucht werden. Allerdings gibt es mittlerweile – wie ihr der Antwort auf die vorherige Frage sicher schon entnehmen konntet – viel zu viel Stress unter den Gruppierungen mancher Bands. Da wird manchmal rumgezickt wie im Kindergarten und eine Band gönnt der anderen keinen Erfolg etc. So was mussten wir leider schon viel zu oft mit ansehen und wir waren und sind auch nicht nur einmal selbst Zielscheibe von solchen „untrue“-Angriffen geworden. Aber wie auch schon vorhin erwähnt können wir darüber eigentlich nur lächeln, da wir das alles nicht so ernst nehmen. Wir machen unsere Musik, ob man’s nun Thrash-, Death-, Melodic Death-Metal oder Metalcore oder was weiß ich nennt… Trend hin oder her… Hauptsache, es macht uns und den Leuten auf unseren Konzerten Spaß! Das alles soll aber nicht heißen, dass es hier keinen Zusammenhalt gibt, ganz im Gegenteil! Z.B. unsere Freunde von LowKast (bei denen im Proberaum wir im Übrigen die 2 Songs auf MySpace aufgenommen haben), 4Evil, Indicator, Step It Up solltet ihr euch auf jeden Fall mal anhören, die rocken auch alle heftigst und wir sind alle untereinander auch privat gute Kumpels!

OBM: Wo habt ihr denn schon außerhalb des Saarlandes gespielt und wird man euch vielleicht bald schon hier in der Kölner Gegend begrüßen können?

Wir haben schon mehrere Gigs außerhalb gespielt, ob Pirmasens, Frankfurt, Stuttgart, Bocholt, Dessau, Karlsruhe, Wir sind bisher immer freundlich aufgenommen worden und haben auch schon gute Resonanzen von dort bekommen (über MySpace etc.). Außerdem haben wir eine Menge netter Leute und Bands kennengelernt. Wir freuen uns immer, außerhalb spielen zu können, denn auch die Busfahrten sind schon vor den Shows immer eine bandinterne Sensation, wenn ich das mal so nennen darf. Im Februar geht's dann übrigens auf eine kleine Deutschland-/Schweiz-Tour mit den Jungs von Switchback, worauf wir uns schon sehr freuen!

 

OBM: Wie viele Konzerte habt ihr bis jetzt gehabt und mit wem habt ihr schon die Bühne geteilt?

Wenn wir uns nicht verrechnet haben, hatten wir letztens unser 100. Konzert als „Chantz of Noise“! Allerdings haben wir damals noch als „Pogomons“ sicher auch schon knappe 50 gespielt. Zu sechst sind es wohl knappe 50 Shows gewesen, die wir rocken durften. Darunter waren auch Supportgigs für Neaera, Fear My Thoughts, Deadlock, Spermbirds, Narziss, Waterdown, Days In Grief, Machinemade God (die ich jetzt hier mal noch spontan Grüße!). Der coolste Supportgig war allerdings der Co-Headliner-Slot zu Sick Of It All auf dem diesjährigen Rockwell-Festival das war der Hammer!

 

OBM: Wie würde das Line Up aussehen, wenn ihr euch ein paar Bands zusammenstellen könntet, mit denen ihr spielen könntet?

Nun, da würde ich doch die Liste der Bands holen, die uns mit am meisten beeinflussen – allen voran Unearth!! Keine andere Band hat uns so beeinflusst, ob im Songwriting oder von der Live-Performance her! Dann dürfen da nicht fehlen: Trivium, Chimaira, The Black Dahlia Murder, Parkway Drive, Machinemade God, All That Remains, All Shall Perish, Slipknot, Children Of Bodom, Dimmu Borgir, System Of A Down… August Burns Red wären natürlich auch noch toll, das letzte Album war bösartig! Und Through the Eyes of the Dead brutzeln einem momentan auch ganz schön einen vor den Latz mit dem neuen Album!

OBM: Was haltet ihr von „Violent“ Dancing auf Konzerten? Und gab es diese Tanzart auch schon bei euch?

Ja klar gab und gibt es diese Tanzart auch bei uns, sonst würden wir wohl irgendwas falsch machen ;-) an und für sich sieht es von der Bühne aus schon cool aus, wenn Leute das drauf haben. Von uns allerdings praktiziert es keiner so wirklich. Solange die Leute immer noch aufeinander achtgeben und sich nicht mit Absicht in die Fresse treten, passt diese Art des Ausdrucks zur Musik doch schon recht gut! Leider wagen sich auch oft viele Leute in den Pit, die da eben nichts verloren haben ob aktiv oder passiv!

OBM: Was sind eure Pläne und Ziele für die Zukunft?

Wir wollen mit der kommenden EP auf jeden Fall auf Label Suche gehen. Ansonsten geht’s natürlich weiter wie immer: spielen, spielen, spielen….

OBM: Was macht ihr eigentlich neben der Band?

Wir arbeiten fast alle. Erst seit kurzem haben wir einen Studenten in unserer Band (hat jetzt angefangen). Die anderen sind z.B. Krankenpfleger, Büro- und Industriekaufmann. Ansonsten machen wir natürlich auch zusammen Party, also wir sind auch außerhalb des Proberaums viel Miteinander unterwegs. Kann mir gar nicht vorstellen, dass das bei anderen Bands z.T. anders sein soll, was man in manchen Interviews so liest.

OBM: Danke für das Interview, Worte zum Schluss!

Macht euer Ding und reißt die Bühne ab! ;-)

Discography

Chantz Of Noise-My Darkest Hour

Line Up:
Patric Schmelzer - Gesang
Mathias Munz - Gitarre
Lucas Walter - Gitarre
Sascha Loth - Gitarre

Sven Müller - Bass
Sebastian Schmelzer - Schlagzeug

Links

   

.

< zurück

© Own Blood Magazine 2006 - 2011 All rights reserved | Impressum & Rechtliches | NewsInterviews | ArchiveReviews  |  GallerieTourdatesFlyer | ImprintLinks | Videos | Contact