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picture by Scara Shots

One Bullet Left

OBM: Schön, dass ihr euch für ein Interview mit uns Zeit nehmen konntet, nach all dem Stress rund um die Veröffentlichung eures Albums. 2007 haben wir bereits ein Interview mit euch geführt, was hat sich seitdem bei euch verändert?

Önder: Es gab zwei Besetzungswechsel in der Band (Gitarre und Bass). Dies hat sicherlich mit dazu beigetragen, dass unser Stil sich ein wenig gewandelt hat in Bezug auf die EP. Zudem hatten wir das Glück, einige größere Shows zu spielen, mit bekannteren Bands im In- und Ausland. Besonders zu erwähnen seien hierbei die Türkeiaufenthalte, wo wir mittlerweile mehrmals an mitunter den größten Metal Festivals des Landes teilgenommen haben.

OBM: Das letzte mal haben wir noch mit euch über eure erfolgreiche EP „Invisible Fleshwounds“ geredet, die ihr 2007 mit Jacob Bredahl von Hatesphere aufgenommen habt. Diese stieß in den meisten Fanzines auf außerordentlich gute Rezensionen. Wie ist die Platte denn bei den Fans angekommen?

Ich glaube, dass die Platte insgesamt sehr gut angekommen ist und wir dadurch 'ne Menge Leute erreicht haben. Gerade der Song „My predator's diary“ erfreut sich großer Beliebtheit, den wir heute gerne als Live-Zugabe spielen.

OBM: War der Schritt von der EP zur LP ein großer Schritt für euch als Band oder nur die logische Konsequenz aus dem Erfolg der EP?

Önder: Beides. Ein Album aufzunehmen bedeutet viel Vor- und Nachbereitung. Und als ein Gesamtpaket ist es bei einem Album schwerer, sich selbst zufrieden zu stellen, da die Anzahl der Songs größer ist, und man immer bedacht ist, ein abwechslungsreiches, für den Hörer immer interessantes, Songmaterial zusammen zu stellen. Nach der Demo- EP und der „Invisible Fleshwounds“- EP war es aber auch klar, dass diesmal auch mal ein komplettes Album her muss.

OBM: Ist es schwer als deutsche Band im Metal-Bereich ein gutes Label zu finden und auf welchem seid ihr jetzt vertreten?

Die Labelsuche erwies sich als äußerst schwierig und langwierig.Bei vielen Labels brauchst du als Newcomer erst gar nicht auftauchen, denn die nehmen nur bereits fest etablierte Bands. Andere wiederum fragten uns direkt, ob wir unsere Merchandise-Rechte abtreten würden, was aber für uns auch nicht wirklich in Frage kam. Jetzt sind wir bei DARKEST HOUR MUSIC/MAINTAIN RECORDS (Twilight Distribution) gelandet und wir werden sehen wie sich diese Zusammenarbeit entwickelt.

OBM: Wie habt ihr den Aufenthalt im Studio empfunden?

Önder: Die Arbeit im Studio war super. Sehr produktiv, aber doch entspannt. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an unseren Produzenten „Kohle“, der uns genau den Sound gebastelt hat, den wir uns vorgestellt haben. Im Allgemeinen macht es immer wieder Spaß zu sehen, wie ein Song im Studio zusammengebaut wird, und man erkennt, wie das Teil wächst und wächst, bis es fertig ist.

OBM: Wo habt ihr die LP aufgenommen und wer hat sie produziert?

Önder: In den Kohlekeller Studios bei Kristian „Kohle“ Kohlmannslehner.

OBM: Wie zufrieden seid ihr mit der Produktion? Gab es große Unterschiede zu der von „Invisible Fleshwounds“?

Önder: Super zufrieden. Der Sound ist diesmal nicht ganz so „dreckig“ wie auf der EP, etwas klarer und sauberer klingt es für meine Ohren. Aber es ist eine trotzdem ganze Menge Power hinter, ohne dabei wie viele andere Metalbands heut zu Tage zu künstlich aufpoliert zu klingen. [Mario]

OBM: Was können wir von „Armageddon Sunrise“ erwarten?

Önder: Ein 12- Song- Paket an abwechslungsreichen Songs, die sowohl Leute der melodischeren Gefilde als aber auch Fans der härteren Gangart erfreuen sollte.

OBM: Eure EP hat vom Sound her einen äußerst guten Drive. Konnte dieser und vor allem die Leistung eurer Rythmus-Abteilung wieder auf der LP untergebracht werden?

Önder: Das müssen teilweise sicher auch externe Leute beurteilen, wir als Band stecken da vielleicht zu sehr im ganzen Entstehungprozess mit mit drin. Aber wir sind äußerst zufrieden, und ich denke, dieser „Drive“, den du hier ansprichst, konnte auch auf der LP erzeugt werden.

OBM: Die neuen Songs, die ihr bereits auf eurer Myspace-Seite online gestellt habt, weisen vor allem in den Gitarren-Soli noch stärker Spuren von traditionellem Metal auf. Wie steht ihr zum „klassischen“ Metal Sound? Interessiert euch die Diskussion darum, was noch Metal und was schon Core ist?

Önder: Sicherlich bin ich als „der Neue“ (mittlerweile 3 Jahre dabei, naja..;) ) nicht ganz unschuldig. Ich habe durchaus unbewusst diese Elemente mit eingebracht, weil ich auf einiges aus diesem Bereich stehe, und mich dementsprechend, wie jeder andere Gitarrist sicher auch, beeinflussen lasse. Die Genrediskussion sollte mittlerweile jedem aus den Ohren raushängen, und ist für uns insgesamt uninteressant.

OBM: Worum drehen sich die Lyrics auf „Armageddon Sunrise“?

Die Lyrics auf dem Album drehen sich im Großen und Ganzen um persönliche Erfahrungen, positive wie negative.Man kann aber schon sagen, dass wir uns lyrisch nicht auf der „Alles ist scheiße, die Welt ist ja so gemein“-Schiene befinden, sondern eher sagen: „Wenn alles scheiße ist, dann wird es Zeit es besser zu machen“. Uns liegt dann doch eher die positive Message. Mut zum Optimismus ;-)

OBM: Euer Cover-Artwork zeigt den Armageddon Sunrise über zerstörten Wolkenkratzern. Was bringt ihr persönlich mit dem Untergang der westlichen Zivilisation in Verbindung?

Ignoranz & rücksichtsloses Gewinnstreben.

OBM: So viel zum Album. Ich denke, wir alle dürfen sehr darauf gespannt sein! Was erwartet uns denn 2010 live-technisch von One Bullet Left?

Önder: Wir werden einige Konzerte und Festivals in Angriff nehmen (u.a. in Österreich). Zudem steht eine kleine Tour durch Slowenien und Kroatien im Sommer an, auf die wir uns sehr freuen. Weiteres ist in Planung.

OBM: Ihr habt schon viele Shows überall in Europa gespielt. Unterscheiden sich die Shows in den einzelnen Ländern deutlich voneinander?

Önder: Auf jeden Fall. In der Türkei z.B. hatten wir als ausländische Band diesen „Exoten- Bonus“. Zudem sind die Fans dort oder überhaupt in vielen anderen Ländern nicht so „verwöhnt“ mit Rock- und/oder Metalfestivals, und wissen dann solche Sachen unglaublich zu schätzen. Deutschland ist, was Metal angeht, ja sowas wie eins der Länder, in denen man sich über Konzerte, Festivals oder Bands nicht beschweren kann.; wir haben's dahingehend schon ganz gut.

OBM: Werdet ihr auf den nächsten Shows noch einige neue Songs präsentieren?

Önder: Wir haben gerade erst wieder angefangen, an neuem Material zu arbeiten nach all den Dingen, die wir in Bezug auf unser Album erst erledigen mussten.

OBM: Gibt es schon Pläne für die Zukunft der Band?

Nachdem wir gerade auch unser erstes Video zum Album abgedreht haben, wird jetzt der Fokus auf Konzerte/Festivals gelegt. Neues Material wird auch geschrieben, und dann wird weiter gesehen.

OBM: Zum Schluss des Interviews noch eine kleine Gewissensfrage: Für wen habt ihr eure letzte Kugel übrig?

Ich denke mal, das werden wir erfahren, wenn es soweit ist ?!

OBM: Vielen Dank für das Interview! Wir von OBM wünschen euch viel Erfolg mit der Platte und einen gut gefüllten Tour-Kalender! Falls ihr noch irgendwas hier loswerden wollt, könnt ihr das gerne tun:

Vielen Dank ! Und an alle, die es noch nicht haben sollten...In den Laden gehen und „One Bullet Left – Armageddon Sunrise“ kaufen. Es lohnt sich ;-) Und wir würden uns freuen euch auf einer unserer Shows begrüßen zu dürfen.

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Link -  www.myspace.com/onebulletleft666

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