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Kock You Down, Dead

OBM: Hi Leute! Danke, dass ihr euch für das Interview Zeit nehmen konntet! Bitte stellt euch zunächst einmal unseren Lesern vor. Wer seid ihr und was hat es mit eurem Namen auf sich?
Wie man auf unserer Webseite vielleicht schon sehen kann stellen wir eher unsere Musik in den Vordergrund als uns als Personen. Wir sind einfach fünf Nerds aus dem Raum Leverkusen/Köln die seit knapp einem Jahr experimentelle DIY Hardcore Musik machen. Der Name war inspiriert durch einen 70er Jahre Bad Taste Kung-Fu Film der irgendsowas wie „Tonight I will finally knock you down, Dad!“ hieß. Ich hörte durch Zufall „Knock you down, dead“ heraus und fand es einfach sofort passend. In meinen Augen machen wir Musik die den Hörer erstmal überraschen und letztendlich umhauen soll. Definitiv beziehen wir das nicht auf irgendwelches Tough Guy Gehabe oder Kickbox-Violent-„Dancing“, sondern eher auf den extremen Charakter der Musik.

OBM: Wie habt ihr als Band zueinander gefunden?
Wir waren alle ungefähr zeitgleich in verschiedenen Bands recht unglücklich.  In meiner damaligen Band gings langsam immer mehr eine poppigere Richtung, weshalb ich diese verließ. Als dann durch Zufall Kontakt zwischen mir und den anderen Jungs entstand und ich hörte das sie sich gerade von Sänger und Drummer getrennt hatten, weil diese auch eine kommerziellere Richtung einschlagen wollten fügte sich da irgendwie sofort ein Puzzel zusammen. Wir haben uns getroffen, geprobt und dann innerhalb von zwei Monaten bereits fünf Songs
geschrieben und im Proberaum aufgenommen.

OBM: Gibt es eine grundlegende Idee hinter „Knock you down, dead“? Habt ihr Ziele, die ihr mit eurer Musik erreichen wollt?
Wir wollen erst mal einfach Musik machen die uns selber gefällt. Ein festgestecktes Ziel haben wir nicht, so viele Konzerte wie möglich spielen ist schon mal gut, was danach kommt werden wir sehen.  Wie du an der Musik hörst und in den Texten liest hat das ganze natürlich auch ne gute therapeutische Komponente.

OBM: Auf was für einen Sound können sich eure Hörer einstellen? Habt ihr besondere
musikalische Vorbilder?

Im groben machen wir Hardcore, was bei dem heutigen Genre Schubladen Denken das einzige Korsett ist das wir uns anziehen. Wir versuchen hierbei nicht all die ausgelatschten Klischees die das Genre bietet ohne Ende zu bedienen, sondern versuchen mit Abwechslung unser eigenes Ding zu machen.
Das reicht von chaotischen, aggressiven Extremen bis hin zu minutenlangen melancholisch, sphärischen Parts. Vorbilder in dem Sinne haben wir jetzt nicht. Natürlich inspirieren uns einige
Bands und Künstler wie z.B. Radiohead, Rorschach,Converge, At The Drive In, Deftones, Team Sleep, Envy, Hans Zimmer, Javier Navarrete und sogar Hip Hop wie
Mos Def oder Eminem.

OBM: Lasst uns doch mal über euer Erstlingswerk, die „Knock You Down, Dead – EP“, sprechen, die sich mit sieben von zehn Sternen in unserer Review-Section wirklich nicht verstecken muss.Wie viel Zeit lag zwischen der Bandgründung und den ersten Aufnahmen zu eurer
EP?

Die ersten Aufnahmen haben wir wie schon gesagt innerhalb der ersten Wochengemacht. Die meisten Songs auf der CD sind aber etwas neuer, ich denke so fünf oder sechs Monate nach Gründung der Band.

OBM: Mit wem habt ihr zusammengearbeitet und wo ist die EP hauptsächlich entstanden?
Wir haben nur mit uns selbst zusammengearbeitet und alle Songs in Eigenregie im Proberaum aufgenommen.

Normalerweise nehmen wir einen Song ein oder zwei Wochen

nachdem wir ihn fertig geschrieben haben auf und machen uns danach wieder ans Songwriting.


OBM: Konntet ihr schon vorher Erfahrungen in Sachen Recording sammeln? Wie viel DIY steckt in eurer Platte?
Da wir alle seit mindestens 8 Jahre Musik machen haben wir natürlich schon
Erfahrungen gemacht. Ich möchte diese Stelle nutzen um Mario Dahmen und Dirk
Ullrich zu dissen. Buh, Mario, Buh, Dirk! Unsere Platte ist zu 100% DIY. Unser Drummer bildet sich am laufenden Band in seiner eh schon spärlich gesäten Freizeit weiter um unsere Aufnehmen von Mal zu Mal zu verbessern.

OBM: Wo ist eure Platte zu bekommen?
Im Moment leider nur auf unseren Konzerten oder bei uns direkt bzw. unsere
Website. Wir suchen noch Gleichgesinnte die uns dabei helfen können die Musik zu
vertreiben.

OBM: Wie waren die Reaktionen eurer Fans auf die EP?
Bisher gut.

OBM: In unserem Review wurde vor allem euer Gespür für den Wechsel zwischen
Eingängigkeit, Brachialität und Melodie gelobt. Wie bekommt ihr den richtigen Mix
zwischen diesen drei Elementen hin?

Wir wollen nicht 10 Songs schreiben die alle den selben Puls haben, sondern
versuchen bewusst darauf zu achten Abwechslungsreich zu bleiben. Ich persönlich
kann mir keine Band anhören die einfach nur ohne Pause scheppert und bei der
sich alle Songs gleich anhören. Ich hoffe das geht einigen anderen Leuten auch
so.

OBM: An welchen Themen orientieren sich eure Lyrics?
High School Partys, Neonshirts und Kickboxhosen.
Nein, jetzt mal im Ernst. Einfach alles was mich bewegt oder wütend macht. Das
reicht von schmerzhaften Erinnerungen, über Zwischenmenschliche Konflikte, bis
hin zu rabenschwarz-überspitzter Gesellschaftskritik.

OBM: Was sollte eurer Meinung nach NICHT auf einer Hardcore-Scheibe zu finden sein?
High School Partys, Neonshirts und Kickboxhosen.
Wir sind keine Freunde der „neuen“ Hardcoreszene. Ich finde lustige Spaßtexte
ohne jeglichen Sinn und übertriebene Selbstdarstellung hat im Hardcore nichts zu
suchen. Der Hardcore rutsch im Moment immer mehr in die Partymucke Richtung, mit Sinn
entleerten Texten und Musikern sowie Zuhörern die mehr auf ihre Frisur oder
ihren Style achten, als auf den Inhalt der Musik, welcher oftmals auch gar nicht
vorhanden ist. Für mich sollte man irgendwie einen Grund haben zu schreien wenn man einen
Hardcore Song schreibt. Irgendetwas was einen wütend oder verrückt macht. Ich
meine damit gar nicht unbedingt politische Aussagen oder Kritik an irgendwas,
aber ein wenig mehr Substanz als „Wir sind alle so geil“ sollte Hardcore schon
haben. Hat er im Moment aber bei vielen angesagten Bands leider nicht.

OBM: So viel also zu eurer „Knock You Down – EP“. Hattet ihr denn auch schon die
Möglichkeit eure neuen Songs live präsentieren zu können? Was waren die bisher
besten Shows, die ihr gespielt habt?

Wir haben bereits viele Shows spielen können, besonders gerne erinnere ich mich
dabei an unseren zweiten Gig überhaupt, im K17 in Berlin. Wir wurden da von
ungefähr fünfhundert Leuten sehr gut empfangen, von denen der Großteil deutlich
als Metalfans zu erkennen war. Wir hätten daher nicht damit gerechnet so gut
anzukommen, hatten dann aber eins der besten Konzerte überhaupt. Berlin kann ich
nur weiterempfehlen, aber auch einige der kleinen Clubs waren wirklich super.

OBM: Mit welchen anderen Bands habt ihr schon die Bretter geteilt?
Unter anderem mit The Destiny Program, Lavatch, The Tourist, The BlackOut
Argument, LetGo! sowie mit Crokus und Kasa aus England.

OBM: Wie sehen eure Tour-Pläne für die nächste Zeit aus?
Wir spielen in den nächsten Monaten in der Regel 2-3 Konzerte im Monat. Aktuelle
Termine kann man immer auf unsere Website ansehen. Wir fangen auch langsam mit
der Gig Planung fürs nächste Jahr an und suchen dafür noch Konzerte.

OBM: Gibt es noch spezielle Wünsche die ihr euch mit KYDD erfüllen wollt?
Wir wollen weiterhin Musik schreiben die uns bewegt und gefällt, eine Menge neue
Leute kennenlernen, viele Shows spielen gerne eine Booking Agentur und/oder ein
Label finden das unsere Musik zu schätzen weiß und uns unterstützt.

OBM: Danke für das Interview und alles Gute für eure Zukunft! Ich hoffe, dass wir
bald wieder von euch hören werden! Falls ihr noch etwas unbedingt loswerden
wollt, das noch nicht gesagt wurde könnt ihr das gerne noch tun!

Danke fürs Interesse. Wir hoffen einige eurer Leser demnächst bei Konzerten
begrüßen zu dürfen und freuen uns immer über jedes Gespräch mit
Musikbegeisterten Leuten nach dem Konzert.

 

Link - www.myspace.com/knockyoudowndead


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