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Liebe auf den ersten Ton

OBM: Was können sich unsere Leser unter .dunctonwood Radio vorstellen?

Patrick: .dunctonwood ist eine musikalische Alternative zu all den Radiostationen die man sonst so kennt. Der Satz lässt viel Platz für die eigene Vorstellungskraft, aber so ist auch die Musik die wir spielen.

 

OBM: Wer sind die Personen hinter dem Sender? Wie viele DJs habt ihr?

Patrick: Die ganze .dunctonwood-Familie hier aufzuzählen würde zu lange dauern ;) Nachdem Torsten die erste Playlist allein zusammengestellt hat, hat er immer mehr Freunde ins Team geholt. Dadurch haben wir mittlerweile über zwei Dutzend DJs, dazu kommen noch ein Grafiker und ein Programmierer. Eher eine Großfamilie also.

 

OBM: Folgt .dunctonwood Radio einer bestimmten Grundidee? Seit wann seid ihr on Air?

Torsten: "On Air" ist .dunctonwood seit Mitte 2008. Zu Anfang war die ganze Radiogeschichte mehr Spielerei als Hobby. Das ganze laut.fm-Projekt ist ja immer noch eine Beta-Version, und zu Anfang konnte man lediglich eine lange Playlist durchlaufen lassen. Als es dann möglich war, mehrere Playlisten anzulegen und einen Sendeplan zu erstellen sind auch weitere Freunde dazu gestoßen. Wirklich los mit .dunctonwood ging es also erst im Frühjahr 2009. Die Grundidee hinter der ganzen Sache ist sehr einfach: Wir wollen gemeinsam etwas auf die Beine stellen, eine Leidenschaft mit anderen teilen. Wir sind alle Musiknerds, die sich gegenseitig alle gefühlten fünf Minuten von irgendwelchen Bands erzählen. Warum sollen wir da auch nicht anderen mit der gleichen Begeisterung tolle Bands ans Herz legen?

 

OBM: Gibt es verschiedene Shows in eurem Programm? Wann gehen diese auf Sendung?

Patrick: Seit wir die Möglichkeit von laut.fm bekamen eigene Sendungen per Sendeplan zu erstellen ist die Anzahl stetig gewachsen. Es gibt mittlerweile etwa 30 verschiedene Sendungen die zu unterschiedlichen Zeiten laufen. Dabei fängt es bei Indie an, geht über Hip Hop und Rap, Pop und allerlei Arten von Hardcore, Metal, Sludge und Postrock. Jede Sendung ist also das Herzblut eines unserer DJs und beschreibt ziemlich ausführlich dessen Musikgeschmack. Facettenreich ist hierbei einer der großen Begriffe die die .dunctonwood Shows ausmachen. Neben den Sendungen der DJs gibt’s auch Themensendungen wie z.B. unserer „.new !noise“ Sendung, in der wir jungen und engagierten Bands aus deutschsprachigem Raum spielen. Auf unserer Homepage stehen alle Sendungen mit Genre aufgelistet, sodass man leicht seine neue Lieblingssendung finden kann und sich Platz im Terminkalender macht, wenn diese läuft.

 

OBM: Wie viele Stunden in der Woche seid ihr on air? Wie viele Zuhörer habt ihr im Durchschnitt?

Torsten: Du kannst .dunctonwood rund um die Uhr empfangen. Es ist schwer, eine durchschnittliche Hörerzahl zu nennen, das kommt sehr auf die Tageszeit, die Sendung, das Wetter und die Werbung an. Und sicherlich spielen da auch noch andere Faktoren rein. Um mal ein paar konkretere Zahlen zu nennen: Ohne Vorankündigung bzw. Werbung haben wir etwa fünf bis zehn Hörer im Schnitt. Die Spitzenwerte liegen derzeit jenseits der 30. Insgesamt wird .dunctonwood am Tag ungefähr 300-400-mal eingeschaltet. Schon jetzt als alles, was wir je erwartet haben.

                 

OBM: Was werden eure Zuhörer niemals auf eurem Sender zu hören bekommen?

Patrick: Da kann man für nichts garantieren. Wir sind schließlich offen für alles. Torsten: Naja, ich denke schon das es ein paar Sachen gibt, die bei uns nie laufen werden. Denn auch wenn wir ein breites Spektrum haben, was auch Hip-Hop und Elektro beinhaltet und der eine oder andere auch gerne mal seine Sendung mit "trashigen" Ausflügen auflockert, so wird man doch ein paar Sachen nicht zu Ohren bekommen: Bei sexistischen, homophoben oder rechtslastigen Liedern oder Künstlern gibt es einfach keine Diskussion, so etwas wird nicht laufen.

 

OBM: Inwiefern hebt ihr euch von anderen Webradios ab?

Patrick: Um es mit Torstens Lieblingssongtextzitat zu sagen: „Wir können alles und alles können wir sein“. Wir sehen uns nicht nur als Alternative zum bekannten Radio, sondern auch als Plattform für Menschen die Musik mögen, lieben oder machen. Dabei gibt es keine Grenze zwischen dem .dunctonwood Team, Hörern oder Supportern. Jeder kann mitmachen und mitgestalten. Natürlich haben wir dabei auch Ziele die wir erreichen wollen. Dabei meine ich vor allem die Konzerte die wir seit letztem Jahr mit einigen Bands des .dunctonwood-Kosmos veranstalten.

 

OBM: Ihr seid ja im Programm von laut.fm aufgelistet. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Patrick: Nachdem Torsten und ich das letzte Musikprojekt quasi begraben hatten, schrieb er mir nach kurzer Zeit wieder, dass er was Neues gefunden hätte. Torsten schrieb was von einem kostenlosen Radioservice und er hätte jetzt eine eigene Radiostation. Seitdem hat er meine und die Nerven all seiner Freunde und Bekannten damit arg strapaziert. Aber auch mit Erfolg, wie man sieht.

 

OBM: Versucht ihr bestimmte Bands durch eine große Rotation in euren Playlists zu Supporten?

Torsten: Die Frage kann man schwer für das ganze Kollektiv beantworten, jeder erstellt seine Sendung ja in einer anderen Motivation. Aber natürlich freut man sich, wenn jemand durch unsere Sendungen auf eine Band aufmerksam gemacht wird. Und durch die Moderation haben wir ja auch die Möglichkeit, gezielt auf Bands und Veröffentlichungen hinzuweisen. Dazu gibt es bei uns eine Sendung speziell für junge, engagierte Bands. Im Rahmen dieser ".new !noise!"-Sendung arbeiten wir eng mit den Bands zusammen. So gibt es auch ab und zu Interviews in den Sendungen, wir machen Werbung für Konzerte oder neue Releases und veranstalten seit etwas über einem Jahr auch Konzerte mit den ".new !noise"-Bands. Inzwischen sind wir mit der Konzertreihe nach Köln gezogen und veranstalten dort in diesem Jahr auch noch ein paar Shows. Und auch im Ruhrgebiet gibt es wohl bald .dunctonwood-Konzerte. Dazu engagieren wir uns auch sonst, wenn es möglich ist. So arbeiten wir zum Beispiel aktuell mit dem Ökorausch zusammen.

 

OBM: Gibt es für eure Zuhörer die Möglichkeit das Programm mit zu gestalten?

Patrick: Wir haben momentan offene Plätze für neue Moderatoren. Jeder kann mitmachen. Am besten einfach eine E-Mail an info[at]dunctonwood[dot]de mit ein paar Infos wie ihr euch eure Sendung vorstellt und in welche Richtung sie gehen soll. Für Feedback zu den einzelnen Sendungen steht das Forum zur Verfügung.

 

OBM: Arbeitet bei euch jeder DJ eigentlich autonom von zu Hause aus oder gibt es ein zentrales Studio?

Patrick: Das ist das praktische an laut.fm, jeder kann von zu Hause aus, seine Sendung zusammenstellen. Web 2.0 sei Dank. So kann auch jeder seinem eigenen Zeitplan folgen und brauch nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt im Studio sein.

 

OBM: Was war das Beste und was das schlimmste Feedback, das ihr jemals zu hören bekommen habt?

Patrick: Jemand hat mal gesagt wir wären viel zu sehr Weltverbesserer. Das ist zumindest ein Satz an den ich mich noch erinnern kann. Torsten: Womit ich sehr gut leben kann. Das beste Feedback kann man nicht benennen. Wir haben schon so viel schönes Feedback bekommen, von Leuten die uns erzählen das sie durch uns Bands kennenlernen, wir ihnen eine verkorksten Tag gerettet haben oder die und sagen das sie uns so toll finden, das sie allen ihren Freunden davon erzählen. Das schlimmste Feedback war für mich die Unterstellung, das wir das nur machen damit wir zu Szene "dazugehören". Was großer Blödsinn ist, wir machen das alle aus Liebe zur Musik. Sei es, weil wir uns damit ausdrücken können oder weil wir Menschen die Bands ans Herz legen können, die uns wirklich etwas bedeuten. Wir sind alles integre und aufgeschlossene Kids, ich glaube nicht, dass irgendwer etwas macht aus dem Antrieb, das ihn irgendwer cool findet.

 

OBM: Wenn ihr die Entwicklung eures Senders seit 2008 betrachtet, was waren die größten Veränderungen?

Torsten: Der größte Schritt war es zweifellos, das aus "meiner" Radiostation "unser" Projekt wurde. Es ist so großartig, in einer solch familiären Atmosphäre Zusammenzuarbeiten und gemeinsam etwas aufzubauen. Ich denke die größte Veränderung respektive die größten Schritte nach vorne laufen genau jetzt ab, wo wir uns etablieren und die ganze Sache sich etabliert und einen Namen macht. Es bilden sich neue Freundschaften innerhalb des Teams, man lernt sich kennen, besucht gemeinsam Konzerte oder spielt Fußball. Alleine dafür lohnt sich der ganze Aufwand, den wir alle in .dunctonwood stecken. Mittlerweile kann man auch beobachten, dass die Arbeit routinierter Abläuft und sich das Team langsam einspielt. Allgemein ist alles etwas professioneller geworden, ohne dabei jedoch ein Quäntchen Herzblut einzubüßen. Ein nach außen sichtbares Zeichen ist wohl unser grafisches Konzept, was Reno (avantgarde87.de) mit viel Liebe zum Detail entwirft und umsetzt. Patrick: Ein großer Schritt war meiner Meinung nach auch die Homepage endlich zu starten. Dadurch ist es viel einfacher noch mehr Menschen auf dieses schöne Radio aufmerksam zu machen. Das sage ich nicht nur weil ich sie programmiert hab ;)

 

OBM: Welche Pläne gibt es für die Zukunft von .dunctonwood Radio?

Torsten: Wir wollen einfach weitermachen. Weiterhin Musik spielen, die uns am Herzen liegt, weiterhin völlig ungeniert ins Mikro plappern, weiterhin unseren Teil zur Musikszene beitragen. Konkrete Planungen, was noch alles kommen soll, gibt es derzeit nicht. Wir haben im letzten Jahr wahnsinnig viel erreicht, was niemand so erwartet hat, und wollen uns nun erst einmal auf offen gebliebene Baustellen konzentrieren. So wollen wir zum Beispiel endlich unseren Blog an den Start bringen sowie den Sendeplan einerseits auf den aktuellen Stand bringen und andererseits die Infos zur aktuellen Sendung stets übersichtlich auf die Homepage einbinden. Und natürlich alles, was wir jetzt machen, noch einen Ticken besser machen.

 

OBM: Vielen Dank für das Interview!Ich hoffe, ihr konntet durch dieses interessante Interview noch weitere Hörer gewinnen!

Torsten: Vielen Dank für das nette Interview und die Chance, uns ein wenig vorzustellen. Vielen Dank an die Leser, und herzlichen Dank an jeden, der reinhört und uns eine Chance gibt.

Links

 

"Wir sehen uns nicht nur als Alternative zum bekannten Radio, sondern auch als Plattform für Menschen die Musik mögen, lieben oder machen."

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