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ANTIROCKSTARS

Seid nun mehr als 20 Jahren treiben die Jungs von Betontod ihr Unwesen, zahlreiche Konzerte und Alben liegen bereits hinter ihnen. Mit "Antirockstars" 

veröffentlichen sie nun ihr bereits fünftes Studioalbum, für uns ein Anlass ein bisschen über das bald erscheinende neue Werk und die Anfänge der Band zu plaudern. 

OBM: Wer beantwortet bei euch die meisten Interviews?

Frank Vohwinkel, Gitarrist und Texter der Band.

OBM: Musikalisch scheinen sich Betontod immer weiter wegzubewegen von "normalem" Punkrock. Wohin soll die Reise gehen?

Wenn man unseren Weg verfolgt und der geht ja schon mittlerweile 21 Jahre, bewegen uns eigentlich gar nicht weg. Unser Stil war immer gemixt mit Metal- und Rockeinflüssen. Diese Mischung kam ursprünglich daher, dass wir zu einem Teil aus Metallern und einem Teil aus Punkrockern bestehen. Diesen Weg werden wir auch demnächst immer weiter gehen. Mal schauen, wohin es uns führt. Für uns ist Punk genau das, seinen eigenen Weg zu verfolgen und zu machen, worauf man Bock hat.

OBM: Wie habt ihr als Band vor zwanzig Jahren Erfolg definiert, und was ist Erfolg für euch heute? Ist Erfolg für euch überhaupt ein Thema oder zählt bei euch nur der Spaß am musizieren?

Erfolg damals war, wenn wir aus einem normalen Konzert mit einfachen Mitteln eine Party gemacht haben und genau das ist es heute auch, auch wenn man sagen muss, das die Mittel nicht mehr ganz so einfach sind. Jedes Konzert ist immer eine Party. Das macht uns aus.

OBM: Was sind es für Qualitäten, die euch auszeichnen? Was habt ihr, was euch besonders macht?

Das weiß ich gar nicht so richtig. Ich merke nur, das sich viele Bands verkrampfen, bei dem Versuch auf der Bühne als professionelle Musiker rüber zu kommen. Das ist nicht unser Anspruch. Wir wollen wie bereits gesagt immer eine Party starten. Das macht uns Spaß.

OBM: Euer neues Album trägt den Namen „Antirockstars“, was ja nun ein sehr aussagekräftiger Name ist. Welche Bedeutung hat der Name speziell für euch? Warum habt ihr gerade diesen gewählt?

Wir haben uns überlegt, was uns auszeichnet. Wir sind eben nicht die Rockstars, die vor uns hinter der Bühne versuchen, möglichst cool rüber zu kommen. Wir sind die Jungs von nebenan, mit denen man vor,nach und

teilweise auch mal während des Konzertes ein Bierchen trinken kann. Das konnten wir am ehesten mit diesem Namen ausdrücken. Ich frage mich, warum kann man als Band nicht authentisch bleiben, auch wenn man Erfolg hat? Egal wie groß der auch sein mag.

OBM: „Antirockstars“ scheint eine bestimmte Grenze überschritten zu haben, denn es gefällt plötzlich Leuten, die sich vorher nicht wirklich für euch interessiert haben. Was würdet ihr sagen ist diesmal anders und was haltet ihr von diesem Zulauf an neuen Fans?

Uns ist es ganz ehrlich gesagt, völlig egal, wer unsere Musik hört. Uns freut es aber echt extrem, wenn z. B. Metaller unsere Musik geil finden, weil genau die es sind, die eigentlich extrem großen Wert darauf legen, das Musik explosiv und geradlinig ist. Das man seine Wurzeln nicht vergessen darf, ist allerdings auch wichtig. Deswegen werden wir wahrscheinlich auch in 20 Jahren noch Viva Punk singen. Witzig ist, dass das die „neuen“ Fans egal woher sie kommen auch mitsingen. Das zeigt mir, dass die den Begriff Punk genau so definieren, wie wir es tun. Die Leute, die sich als Punkpolizei aufspielen, sind leider darauf ausgelegt, sich selbst als Szene zu zerstören. Das finde ich extrem schade. Denn sobald eine Band einen (sei es auch noch so kleinen) Erfolg hat, wird automatisch das negative an der Band gesucht.

OBM: Wie stellt man sicher, dass man trotz musikalischer Weiterentwicklung seine Fans nicht überfordert, gar vielleicht verliert?

Ich denke genau das ist wichtig herauszustellen, das wir wie gesagt, immer geradlinig bleiben, und es auch immer waren. Die Leute, die uns heute kritisieren, waren nie Fans von uns. Denn wenn sie es gewesen wären, würden sie anders urteilen. Von daher verlieren wir definitiv niemanden.

OBM: Wer ist für das Cover/Foto verantwortlich und warum habt ihr gerade dieses gewählt, was für eine Aussage steckt dahinter?

Unser Basser, der Ado ist für das gesamte Artwork verantwortlich. Der macht einen riesen Job finde ich. Das Cover ist auch dieses Mal wieder echt gelungen. Wir wollten eine Kontroverse zum Titel darstellen. Die „verlorene Prinzessin“, das verlassene Groupie, das eigentlich gar nicht zum Titel Antirockstars passt.

OBM: Ihr arbeitet sicherlich noch in festen Jobs, wie schwer ist es sich dabei auf die Band zu konzentrieren und sich dafür Zeit freizuschaufeln?

Ich denke das macht unabhängig. Und diese Unabhängigkeit, leben wir extrem aus. Wir hatten Bock auf unsere EP TechnoRemixe von unseren Songs zu machen. Dann haben wir das gemacht. Wir bringen die CDs auf unserem eigenen Label heraus und somit quatscht uns keine dazwischen. Das ist genial. Auch wenn man sagen muss, das man immer mehr Zeit dafür investieren muss.

OBM: 20 Jahre Betontod ist für eine Band schon ein stolzes alter, wie fühlt ihr euch, wenn ihr auf den Anfang zurück blickt und was bedeutet für euch die Band?

Diese Band ist ein Teil unseres Lebens. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

OBM:Was war für euch bis jetzt der schönste Moment, denn ihr mit Betontod erlebt habt?

Auf dem diesjährigen Wacken zu spielen. Auf der einen Seite ein Festival erleben zu dürfen, das von seiner Logistik und Größe einmalig in Deutschland ist und auf der anderen Seite ein Publikum erleben zu dürfen, das in einer Intensität unsere Songs mitgesungen hat, wie wir es nur selten erlebt haben.

OBM: Was ist noch für 2011 geplant?

Unsere zweite Nightliner-Tour die auch extrem Spaß macht. Mittlerweile nicht mehr nur am Wochenende zu touren, sondern auch in der Woche. 11 Tage am Stück quer durch Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wir freuen uns auf die Fans.

OBM: Vielen Dank für diese erhellenden Einblicke, die letzten Worte gehören euch!

Amen!

Betontod - Keine Popsongs

Discography

Betontod - Antirockstars

(2011)

Betontod - GlaubeLiebeHoffnung

(2010)

Betontod - Schwarzes Blut

(2006)

Betontod - Live in Wien

(2004)

Betontod - Stoppt uns wenn Ihr könnt

(2001)

Betontod - Hier Kommt Ärger!

(1999)

Line Up:

Frank Vohwinkel - Gitarre
Oliver Meister - Gesang
Adam Dera - Bass
Mario Schmelz - Gitarre
Maik Feldmann - Schlagzeug

Links

 

 

Review zu Betontod - Antirockstars


 

 

 

 

 

 

 


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