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OBM: Großartig vorstellen braucht man euch ja nicht mehr, deswegen legen wir direkt mit der ersten Frage los! Mittlerweile sind drei Jahre seit eurem letzten Release "Filling The Void" vergangen, was für Höhepunkte habt ihr mit Final Prayer in diesen Jahren erlebt? Waren diese drei Jahre quasi eine kreative Pause um genug Material für neue Songs zu sammeln?

Als kreative Pause würde ich die letzten drei Jahre nicht wirklich beschreiben, da wir mehr oder weniger konstant unterwegs waren. Unser letztes Album “Filling the Void” hat uns dabei die Möglichkeit gegeben, unseren Radius vom vornehmlich deutschsprachigen Raum auf ganz Europa auszuweiten. Wir haben eine Menge gesehen, viele neue Freunde kennengelernt und waren von Portugal bis Lettland und Italien bis Dänemark überall unterwegs. Man könnte sagen wir haben hart gearbeitet und das Album optimal präsentiert, letztendlich haben wir aber nur das gemacht was wir am liebsten machen – Shows gespielt.

OBM: Im Vorfeld für euer drittes Album, habt ihr 3 Tracks aufgenommen und zum Download bei  "Acuity Music" und als 7 inch bei "Demons Run Amok" bereitgestellt, welches die Vorfreude auf ein neues Album verkürzen soll! Wie kamt ihr auf diese Idee?

Die Idee ist für uns nicht ungewöhnlich, da wir es vor dem “Filling The Void” Album ganz ähnlich gemacht haben. Damals war es eine Split 7” mit Alcatraz aus San Francisco. Die Resonanz war sehr positiv, besonders für Nostalgiker die noch auf Vinyl stehen. Dieses mal sind wir einen Schritt weiter gegangen und wollten neben dem Release auf Vinyl ausprobieren wie die Leute auf die neuen Medien reagieren. Acuity.Music, als digitaler Ableger von Let It Burn Records schien uns hierfür Ideal. Wir sind gespannt wie die Kombination angenommen wird.

OBM: Wie seit ihr auf die Idee gekommen, ein Cover von der neuen Neue Deutsche Welle Band "Ideal" für eure neue EP aufzunehmen?

Final Prayer hat schon immer gerne Coversongs von für uns einflussreichen Bands gespielt und dafür auch gerne Zeit investiert. Dabei war es uns meistens egal ob die Songs sonderlich gut zu unserem Sstil passten oder nicht. Ich würde sagen die meisten haben wir ganz gut hinbekommen, auch wenn wir sie des öfteren vor unverständlich dreinschauenden Kids gespielt haben. Berlin und dessen Hardcoreszene war der zweite Grund wie wir auf diesen Song gekommen sind. Die Vielfalt die diese Stadt in allen Belangen bietet ist für uns sehr inspirierend und wir versuchen diese so weit wie möglich zu unterstützen, sei es auf dem jährlich stattfindenden Berlin Hardcore Fest auf dem Bands aller Subgenres des HC spielen, oder auf der Berlin Angst Tour, welche wir ein paar mal mit unseren Freunden von War From A Harlots Mouth gemacht haben. Der Ideal Song verkörpert für uns diese Vielfalt, gerade weil er kein klassischer Hardcore Song ist und trotzdem sehr gut den Spirit dieser Szene transportiert.

OBM: Zu dem Cover Song von Ideal habt ihr euch bekannte Unterstützung ins Boot geholt und zwar keine geringeren als Nico von Wfahm und Bernd Kurtzke von den Beatsteaks! Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit und warum habt ihr euch für diese zwei Gastauftritte entschieden?

Wie bereits in der vorherigen Frage beschrieben, entstehen solche Ideen meist nicht im Proberaum, sondern durch Erlebtes. Die Idee des Songs kam uns im Rahmen der Berlin Angst Tour. Für uns war es klar, dass wir diesen Song nicht alleine, sondern möglichst vielfältig und genreübergreifend gestalten wollten. Der unterschiedliche musikalische Background und dazu die  sehr charakteristischen Stimmen von Nico und Bernd schienen uns hierfür optimal, was man dem Ergebnis meiner Meinung nach auch sehr gut anhören kann.

OBM: Momentan bereitet ihr euch auf euer drittes Album vor, wie kann man sich diese Vorbereitungen vorstellen und wann geht's ab ins Studio?

Die Vorbereitungen laufen recht gut und unterscheiden sich wahrscheinlich nicht sehr von denen anderer Bands. Bei den Vorbereitungen für die letzten Alben haben wir festgestellt, das wir mit einer klaren Deadline am besten arbeiten können. Der dabei entstandene Zeirdruck hat unsere Arbeit immer intensiviert. Leider bleiben dann dabei Sachen wie Shows spielen etwas auf der Strecke. Diese machen dafür nach einer Pause um so mehr Spaß. Wir werden noch diesen Herbst ins Studio gehen und hoffen das Album dann im Frühjahr veröffentlichen zu können.

OBM: Wo werdet ihr das neuen Album aufnehmen und gibt es vielleicht sogar schon einen Album-Titel, den ihr uns verraten könnt?

Aller voraussicht nach werden wir das Album wieder bei Flo in den Daily Hero Studios in Berlin aufnehmen. Die Zusammenarbeit mit Flo war bisher immer sehr gut und es entstehen viele Vorteile wenn man ein eingespieltes Team ist. Hinzu kommt das wir mit dem Sound der Berlin EP extrem zufrieden sind und diesen gerne für das Album als Grundlage nehmen möchten. Einen Titel hat das Album bisher leider noch nicht. Dies ergibt sich meist spontan.

Auf das Thema Line-Up Wechsel möchte ich natürlich auch gerne noch zu sprechen kommen. War es schwer Leute zu finden, die euch und der Band gerecht werden?

Glücklicherweise sind wir in der komfortablen Situation, das wir seit sieben Jahren mit dem gleichen Lineup spielen und uns über solche Dinge bisher noch keine Gedanken machen mussten. Leider hat sich dies gerade durch den Weggang von unserem Bassisten Felix geändert, was uns als Band vor eine große Herausforderung stellt. Wir haben in der Band eine sehr freundschaftliche Beziehung, was es schwer macht eine Person einfach zu ersetzen. An dieser Stelle sind wir mitten in einem Prozess, für den es noch keine Lösung gibt.

OBM: Die Hardcore-Szene ist heutzutage sehr breit gefächert und wird stetig mit neuen Stil-Elementen vermischt. Den Überblick dabei zu behalten ist auf Dauer ziemlich schwer geworden, wie steht ihr zu dieser Entwicklung?

Prinzipiell stehen wir dieser Entwicklung sehr offen gegenüber. Wir sind immer froh wenn wir es auf Konzerten auch mit Bands aus anderen musikalischen Richtungen zu tun haben. Selbst wenn man diese Kacke findet erweitert es einem den Horizont. Problematisch wird es nur wenn jedes Subgenre mit dem anderen nichts mehr zu tun haben will. Eine Entwicklung die man vor allem in größeren Städten gut beobachten kann. Hier führt das Überangebot oft zu einer ablehnenden Haltung.

OBM: Wie sieht die Szene in Berlin aus und was bedeutet euch eure Heimatstadt?

Ich denke ich habe die Szene in Berlin in den letzten Fragen schon etwas beschrieben, aber um es auf den Punkt zu bringen würde ich sagen, dass es eine der besten in Deutschland ist. Es gibt sehr viele Bands aus sehr unterschiedlichen Genres, was es für den Besucher oftmals schwierig macht sich für ein Konzert zu entscheiden. Ein eigentlich sehr angenehmer Luxus, der es allerdings für unbekanntere Bands in Berlin oftmals sehr schwer macht. Einen sehr guten Eindruck bietet das Berlin Hardcore Fest im Cassiopeia, bei dem jedes Jahr 10 Berliner Bands aus allen Bereichen des Hardcore spielen. Kohle gibts keine und alle Einnahmen werden für einen guten Zweck gespendet. Hingehen! - um die nächste Frage schonmal vorweg zu nehmen.

OBM: Wo sollte man unbedingt hingehen, wenn man in Berlin zu Besuch ist?

OBM: Letzte CD/Vinyl die ihr euch gekauft habt?

Als großer Fan der Band und vor dem Hintergrund, dass die “Crack The Skye” eines der am meisten gespielten Alben in unserem Van ist, habe ich mir grad die neue Mastodon vorbestellt, welche am 27.09. rauskommt.

OBM: Ich bedanke mich bei euch für das Interview und wünsche euch weiterhin viel Erfolg! Die letzten obligatorischen Worte gehören euch!

Vielen Dank für das Interview, alle weiteren Fragen beantworten wir dann am Merchtisch bei einer unserer nächsten Shows! HC-Lives!

Final Prayer - Mind Eraser

Discography

Final Prayer - Berlin EP

(2011)

Final  Prayer - Filling The Void
(2008)

Final Prayer VS Alcatraz

Split

(2007)

Final Prayer - Right Here Right Now
(2006)

Final Prayer - Crisis Never Ends Split

(2005)

Line Up:

Stephan - Gesang
Flo - Gitarre
Mac - Gitarre
Pascal - Schlagzeug

Links

   

"Wir sind immer froh wenn wir es auf Konzerten auch mit Bands aus anderen musikalischen Richtungen zu tun haben. Selbst wenn man diese Kacke findet erweitert es einem den Horizont. Problematisch wird es nur wenn jedes Subgenre mit dem anderen nichts mehr zu tun haben will. Eine Entwicklung die man vor allem in größeren Städten gut beobachten kann. Hier führt das Überangebot oft zu einer ablehnenden Haltung.

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Review zu Final Prayer - Berlin EP

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