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OBM:Bring unseren Lesern doch mal ein wenig eure Bandgeschichte näher!

Wir haben Mitte 2003 als Quartett begonnen, waren jedoch von Anfang an schon auf der Suche nach einer zweiten Gitarren, da man so einfach mehr Möglichkeiten hat und flexibler ist. Nach einigen Reinfällen ist dann Ende 2003 Michael zur Band gestoßen, den unser Sänger Beerli auf seiner Zivildienststelle kennengelernt hat. Wir haben dann ein paar mal zusammen geprobt und recht schnell festgestellt, dass es einfach die perfekte Kombination ist und seitdem sind wir zu fünft. Anfang 2004 hatten wir dann bereits einige Songs am Start und haben so unsere erste Show gespielt. Von da an ging es dann stetig bergauf, worauf sich unser damaliger Schlagzeuger leider entschieden hat, die Band zu verlassen, um mehr Zeit für seine Arbeit und Familie zu haben, hat uns aber dann noch ein weiteres halbes Jahr ausgeholfen. Im Anschluss daran haben wir einen neuen Schlagzeuger gefunden, mit dem wir Shows mit Black Friday 29, Over My Dead Body und vielen Anderen spielen konnten, der sich

aber Anfang 2006 ebenfalls aus Zeitgründen entschieden hat, die Drummsticks an den Nagel zu hängen. Von da an hat die ganze leidige Suche nach einem festen Schlagzeuger wieder von vorne begonnen. So kam es auch, dass wir unser Demo Mitte 2006 auch mit einem Aushilfsschlagzeuger aus unserer befreundeten Band „Behind The Gate“ aufgenommen haben, was auch sehr gut geklappt hat. Ende Sommer 2006 hatten wir dann endlich das Glück unseren heutigen Drummer Kay zu treffen, der seitdem einfach nicht mehr wegzudenken ist. Anfang dieses Jahres hatten wir noch einen Besetzungswechsel am Bass, wodurch Paulo in die Band kam. Letztlich können wir nun aber auf das stabilste Line-Up blicken, dass wir je hatten und haben so gerade über Ostern eine kleine Italien Tour hinter gemacht. Im Sommer planen wir noch einige Tage durch Österreich zu touren.

OBM:Der Bandname an sich " With Open Arms " was steckt dahinter , hat er eine besondere Bedeutung für Euch?
Definitiv! Unsere Band bringt eine Menge verschiedener musikalischer Geschmäcker zusammen, die auch weit über Hardcore hinausreichen. So war es eine logische Konsequenz diese Eigenschaft auch zu einer unserer Hauptaussagen bzw. Tugenden zu machen. Auf unseren Shows ist für jeden Platz, ob Punkrocker, Metalhead, Hip Hopper, Raver oder Normalo ist uns dabei völlig egal.

Wir haben heute alle soviel Stress am Hals und arbeiten uns täglich unsere Seele aus dem Leib, da ist es wichtig, auf den Shows und in der Szene gemeinsam an einem Strang zu ziehen und das Bestmögliche herauszuholen.


OBM:Welche Bands haben Euch genau beeinflusst und wie bringt Ihr diese Einflüsse in eurem Sound unter?

Schwierig zu sagen, unsere beiden Gitarristen bringen eigentlich völlig unterschiedliche Einflüsse zusammen, so ist Markus stark beeinflusst von klassischen NY-Style Bands wie alten Cro-Mags, Cause For Alarm oder True Blue, sowie andererseits auch von frühen Alveran Bands wie Drift oder Copykill. Michael hingegen liebt es rockig (AC/DC!) oder im Gegensatz auch die volle Breitseite typischer Spook City Bands wie Folsom.

Es ist aber keinesfalls so, dass sich einer der Beiden hinsetzt und wirklich vornimmt einen Song ala XY zu schreiben, dass ergibt sich immer völlig von selbst. Oft wundern wir uns, wie wir denn klingen und dass wir uns eigentlich nie vorgenommen haben so oder so zu klingen, aber dennoch hat sich über die Jahre ein doch recht eigener Stil entwickelt, denn wir selbst gar nicht richtig beschreiben könnten. Bei den neueren Songs hatte darüber hinaus auch unser Schlagzeuger Kay einen großen Einfluß auf das Zusammenspiel der beiden Gitarren, was den Songstrukturen sehr gut getan hat.

OBM:Wieviele Demos hab Ihr bis jetzt aufgenommen?

Wir haben 2004 mal 3 Songs so probeweise aufgenommen, die aber nie richtig die Öffentlichkeit gesehen haben. Unser aktuelles Demo würden wir daher als erstes richtiges Demo bezeichnen.

OBM:Könnt Ihr eure Demo CD für die Leute die sie nicht kennen etwas beschreiben, was erwartet sie darauf?

Ehrlicher, nicht überproduzierter, roher Hardcore, der von Herzen kommt!

OBM:Seid Ihr mit dem Ergebnis eurer Demo zufrieden? Wo hab Ihr sie aufgenommen?

Wir sind mit dem Ergebnis des Demos recht zufrieden, da wir es ohne großartige technische Vorkenntnisse selbst im Proberaum aufgenommen haben und wie gesagt noch dazu mit einem Aushilfsschlagzeuger, der die Songs in nur wenigen Proben gelernt hat. Damit das Ganze dann aber doch etwas offizieller klingt, haben wir die Aufnahme in den Dreamscape Studios München mischen und mastern lassen, was den Gesamteindruck enorm gesteigert hat. Alles in allem ist es also ganz gut geworden, ein Demo eben, nicht mehr und nicht weniger.

OBM:Wie lange habt Ihr gebraucht um die Demo einzuspielen?

Wir haben schätzungsweise 3 Tage gebraucht das Demo einzuspielen. Am ersten Tag haben wir die führende Gitarrenspur aufgenommen, die dem Drummer anschließend als Grundlage gedient hat. An den Tagen 2 und 3 haben wir die zweite Gitarre, Bass und Gesang eingespielt.

OBM:Welche Anforderungen muss ein "With Open Arms" Song erfüllen um aufgenommen zu werden?

Wenn unser Drummer einen Song einzählt und wir in dem Moment alle heiß drauf sind den jeweiligen Song zu spielen, dann ist es ein guter Song und kann auch aufgenommen werden. Zusätzlich achten wir bei den neueren Songs schon auch darauf, dass wir nicht etwas völlig anderes machen als zuvor und uns so den Style, den wir mit den bisherigen Songs verkörpern auch weiterhin beibehalten.

OBM:Was inspiriert Euch beim Schreiben eurer Songs?

Das Bedürfnis der Szene etwas zurück zu geben, was sie uns täglich gibt bzw. was uns so viele andere Bands schon gegeben haben.Es ist auch ein großartiges Gefühl sich selbst etwas aufzubauen und damit dem täglichen Alltagsgrau den Arsch zu zeigen. Ganz besonders beflügelt es einen auch, wenn man eine super Show hinter sich hat, wo man sich immer wieder dann erinnern kann, das gibt unheimlich Kraft für Neues.

OBM:Wie entstehen bei euch die Songs, wer übernimmt bei euch welche Aufgabe usw.?

Die Grundideen und -strukturen unserer Songs entstehen wohl zu 80 Prozent in kompletter Einzelarbeit, das endgültige Aussehen und den letzten Schliff geben wir den Songs aber dann immer in Gemeinschaftsarbeit. Dabei kommt einer unserer Gitarristen meistens schon mit einem vollständigen Ablauf von Riffs zur Bandprobe, was dann auch schon den gesamten Songablauf festlegt und woran wir in der Regel auch tatsächlich kaum noch was ändern müssen. Unser Drummer und unser Bassist leisten anschließend noch ihren Beitrag, um die Songs komplett zu machen, was die beiden unheimlich schnell hin bekommen, sodass der musikalische Teil eines neuen Songs dann oft innerhalb 1 bis 2 Bandproben steht. Für die Grundideen zu neuen Songs selbst nehmen wir uns jedoch extrem viel Zeit, um wirklich zufrieden mit dem Material zu sein, da gehen schon mal einige Wochen ins Land, ohne dass wir tatsächlich an konkreten neuen Songs gearbeitet haben. Das Endergebnis lohnt sich aber dann doch immer wieder. Die Texte zu unseren Songs werden in erster Linie von unserem Sänger Beerli geschrieben. Unser Gitarrist Michael steuert jedoch auch immer wieder ganze eigene Texte bei. Meistens entstehen unsere Texte jedoch erst nachdem der musikalische Teil der jeweiligen Songs fertig ist.

OBM:Wie waren bis jetzt die Reaktionen vom Publikum auf den Shows, die ihr bis jetzt gespielt habt?

Die Reaktionen vom Publikum waren bisher auf allen Shows durchweg gut. Auffällig ist jedoch, dass die Shows immer völlig unterschiedlich besucht sind, selbst wenn wir an mehreren aufeinander folgenden Tagen mit den gleichen Bands unterwegs sind. So kann es schon mal vorkommen, dass wir einen Abend vor 20 zahlenden Gästen und am nächsten Tag vor 130 Leuten spielen. Das ist wirklich manchmal seltsam. In der Vergangenheit hatten wir es oft schwer, da wir viele Shows als Opener gespielt haben und es da ja bekanntlich hart ist, die Leute wirklich mitreißen zu können bzw. meistens sehen einen viele Leute dann auch gar nicht, da man oft schon um acht oder halb neun angefangen hat. In letzter Zeit bekommen wir jedoch immer mehr Shows, wo wir auch mal an zweiter oder dritter Stelle im Lin-Up stehen und da merkt man schon einen gewaltigen Unterschied und es ist wesentlich einfacher die Leute zu begeistern. Letztlich machen wir uns aber nichts daraus, wieviele Besucher nun wirklich auf einer Show waren oder wie sehr es zur Sache gegangen ist, wenn wir an dem jeweiligen Abend einfach merken, dass die Leute mit ganzem Herzen dabei waren und der ein oder andere sogar vielleicht extra wegen uns da war, das ist, was wirklich zählt.

OBM:Ihr werdet im September / Oktober eine Full Lenght CD aufnehmen, habt ihr schon Songmaterial dafür geschrieben?

Ja, wir haben das Material für die Full Length eigentlich schon zum größten Teil zusammen, wir wollen aber versuchen, noch etwa zwei oder drei neue Songs bis dahin zu machen, um dann eine größere Auswahl zu haben und nur die besten Stücke auf das Album zu bannen. Es wird außerdem auch so sein, dass die ersten 3 Songs des Demos auch auf der Full Length sein werden, da wir es einfach schade fänden, wenn sie nicht dort vertreten wären. Alles in allem möchten wir die Songanzahl der Full Length aber auf etwa 12 Titel begrenzen, da mehr Songs in unseren Augen einfach zuviel des Guten sind für eine CD und von den Leuten dann auch nicht mehr so wahrgenommen werden. Aktuell sind wir noch auf der Suche nach einem geeigneten Label, wo wir die Platte rausbringen können. Eventuell wird das wohl noch etwas dauern, was dann natürlich das Album nach hinten verschieben würde, aber wir wollen das Ding halt wirklich erst anpacken bzw. veröffentlichen, sobald wir das richtige Label gefunden haben.

OBM:Ihr habt auch schon im Ausland gespielt, wie hat es Euch gefallen und wo genau habt Ihr schon gespielt?

Wir haben bisher in Österreich und Italien gespielt und waren von Beidem total begeistert. Insbesondere Italien hat uns unheimlich beeindruckt, da wir dort Kids getroffen haben, die mit wenig Aufwand und Geld, jedoch unendlich Herzblut ihre Konzerte auf die Beine gestellt haben. Auffallend war, dass die Shows in Italien eher dünn besucht waren, die wenigen Leute allerdings mit ungeheurem Einsatz bei der Sache sind und in den meisten Fällen sehr viel mehr politsch engagiert sind als es beispielsweise in Deutschland der Fall ist.


OBM:Was macht Ihr, wenn Ihr euch nicht gerade mit eurer Band beschäftigt?
Der Paulo lernt (hoffentlich) für sein Fachabitur und macht ansonsten so manchen Skatepark unsicher, der Michael studiert soziale Arbeit und unternimmt viel mit den Kindern aus dem Kinderdorf, der Markus arbeitet als Consultant bei einem Softwareunternehmen und ist dadurch recht viel in der Weltgeschichte unterwegs, der Kay arbeitet normalerweise bei BMW, leistet aber momentan gerade seinen Zivildienst in einem Kindergarten ab und der Beerli ist Papiertechnologe und geht ganz gern mal zum Klettern und in die Berge.


OBM:Wie denkt Ihr über Metalcore und Emocore?

Die Geschmäcker sind verschieden, Ihr solltet mal einen Blick in unsere CD Regale werfen, da steht die 36 Chambers von Wu-Tang gleich neben Nora Jones zusammen mit XBishopX und Unearth. Jede Musikrichtung hat ihre Berechtigung. Es wäre fatal sich beispielsweise auf einer Show wirklich nur auf eine Band oder eine Richtung zu versteifen, denn dann würden von 20 Leuten bei jeder Band jeweils nur fünf Leute ihren Spaß haben und die Show dementsprechend langweilig ausfallen.

OBM:Wie steht ihr zu Straight Edge?

Wir werden oft fälschlicherweise als Straight Edge Band gesehen, was allerdings so nicht ganz stimmt. Drei von uns sind Straight, zwei allerdings nicht und das ist für uns auch kein Problem, denn wie gesagt bringen wir viele Seiten der Szene in unserer Band auf einen gemeinsamen Punkt. Diesen Standpunkt haben wir auch auf unserem aktuellen Demo in ein Logo gefasst und auf den Silberling gedruckt.

OBM:Zum Abschluss geben wir Euch noch die Möglichkeit ein Wort an unsere Leser zu richten!

Tja, wir bedanken uns natürlich erst mal ganz herzlich bei Euch für dieses Interview und hoffen, viele der Leute, die das Interview vielleicht lesen auch demnächst auf einer der kommenden Shows zu treffen. Es freut uns immer unheimlich, wenn uns Kids ansprechen und Interesse an unserer Musik zeigen. Es ist auch sehr schön immer wieder bekannte Gesichter auf verschiedenen Shows zu sehen, da fühlt man sich jedes Mal sofort heimisch. 

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Links - www.withopenarms.de
            www.myspace.com/withopenarmshc

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