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OBM: Als erstes stellt euch und eure Band doch einmal unseren Lesern vor!

The Blackout Argument sind seit ihrer Gründung Sascha (Bass), Sinan (Gesang), Philip (Drums), Chris18 (Gitarre) und ich, Chris Z (Gitarre). Jeder von uns hat vorher schon in anderen Bands gespielt wobei FLYSWATTER und PAINT THE TOWN RED davon die bekanntesten sein dürften. Wir haben uns Ende 2005 zusammengefunden und im März 2006 unsere erste Show gespielt. Seitdem ist viel passiert und es scheint so turbulent weiterzugehen. Neben der Band haben wir alle Jobs & Hobbies wie Programmierer, Grafiker, Booker, Label Boss und Sound Engineer.

 

OBM: Was macht “The Blackout Argument” aus, worin liegen eure Stärken als Band?

Ich denke unsere größte Stärke ist, dass wir das tun worauf wir Lust haben und uns nicht in irgendwelche Schubladen zwängen lassen. Uns ist vollstens bewusst dass wir keine „Muster-Hardcore-Band“ sind. Genauso wenig entsprechen wir dem Klischee einer Emo-/Scremo-Band mit schwarzen engen Hosen, geschminkten Augen und Popper-Frisur. Metalheads sind wir sowieso nicht. Dennoch schaffen wir es mit unserer Musik eine große Bandbreite an Kids aus verschiedenen Genres anzusprechen. Das ist eine tolle Position für uns und wir genießen das sehr. Abgesehen von unserem breitgefächerten Publikum das wir ansprechen, liegt eine weitere Stärke ohne Zweifel in unserem Ehrgeiz. Jeder von uns investiert eine Menge Zeit und Grips in die Band, sei es beim Songwriting, Recording, Texte verfassen, booking, webseite, artworks etc. etc. Wir ziehen alle an einem Strang und haben ähnlich konkrete Vorstellungen was wir wollen.

 

OBM: Wie ist Lifeforce damals auf euch aufmerksam geworden und wie ist die zusammen Arbeit mit beiden Labels (Lifeforce und Bastardized Recordings)?

Das ist eigentlich ziemlich unspektakulär, wir haben Stefan von LIFEFORCE damals einfach eine Demo-CD der ersten Songs geschickt und er fand es sofort interessant. Wir haben nichts konkretes vereinbart aber waren weiterhin in Kontakt. Als dann die ersten Album-Songs entstanden sind haben wir ihm diese wieder geschickt und haben angefangen konkret über eine Zusammenarbeit zu sprechen. Nach ein paar Wochen waren wir uns einig und haben den Vertrag unter Dach und Fach gehabt. Stefan hat großen Plan von dem was er tut und wir sind auf LIFEFORCE super aufgehoben. Die Zusammenarbeit mit BASTARDIZED war / ist ebenfalls sehr cool. Wir sind froh, dass wir bei ihnen die beiden MCDs „Munich Angst“ und „Munich Valor“ rausbringen konnten. Die Promo, die sie dafür gemacht haben war echt klasse und hat uns ein ganzes Stück weiter gebracht.

OBM: Ihr habt bereits zwei EP’s veröffentlicht (Munich Angst und Munich Valor), wann werdet ihr euer erstes full length Album veröffentlichen?

Das Album kommt Anfang September auf Lifeforce und wird „Decisions“ heißen.

 

OBM: Steckt hinter euren Namen für euch eine besondere Bedeutung oder warum habt ihr diesen gewählt?

Der Bandname basiert auf einem verheerenden Streit den ich einmal mit einer Person hatte die mir sehr nahe stand. Das Ganze ist total eskaliert und endete auf beiden Seiten in einem Blackout.

 

OBM: Von wem lasst ihr eure CD Covers gestalten? Bringt ihr eure eigenen Ideen dabei ein oder lasst ihr dem Designer da freie Hand?

Das erste CD-Artwork, was auch für das 2-CD-Special Package in veränderter Form wieder herhalten musste ist von einem amerikanischen Designer names Justin / Angry Blue. Die Grafiken auf „Munich Angst“ und „Munich Valor“ sind von Burning West, einer schwedischen Design-Agentur. Wir arbeiten fast immer mit externen Designer zusammen weil wir damit einfach die besten Erfahrungen gemacht haben. Es ist ein großer Vorteil jemand Außenstehendes zu haben, solche Leute haben einen ganz anderen Blick auf die Band und können viel konstruktiven Input bringen. Meistens lassen wir den Designer vollkommen freie Hand. Lediglich die Musik und die Texte bekommen sie vorgesetzt aber ansonsten lassen wir sie einfach machen. Bisher sind wir damit (auch bei Shirt-Designs) immer gut gefahren.

 

OBM: Habt ihr als ihr mit "The Blackout Argument" angefangen habt, je gedacht so weit zukommen?

Wir waren uns schon von Anfang an einig dass wir Gas geben wollen und nicht in München versauern wollen. Wie sich die Dinge dann aber letztendlich entwickelt haben haben wir uns nicht konkret ausgemalt. „So weit zu kommen“ ist ja auch immer relativ, es geht immer „weiter“. Solange wir uns aber über jeden kleinen oder größeren Erfolg freuen ist alles in Ordnung und ich weiß dass wir das richtige tun.

 

OBM: Momentan liest man einige Berichte über euch, wie findet ihr diesen Rummel um euch?

Ich empfinde es eigentlich gar nicht so als „Rummel“ oder „Hype“. Wir haben halt innerhalb von kurzer Zeit 2 Releases rausgebracht, da ist es klar dass von Seiten der Presse eine gewisse Aufmerksamkeit vorhanden ist. Ansonsten merken wir nicht viel, alles ist eigentlich beim alten, wir spielen unsere Shows und freuen uns das langsam aber stetig immer mehr Leute unsere Songs kennen. hahaha

 

OBM: Wer von euch kam eigentlich auf die Idee eine Band zu gründen, kanntet ihr euch schon vorher?

Nachdem sich meine damalige Band PAINT THE TOWN RED 2006 aufgelöst  haben war von Anfang an klar, dass ich etwas neues starten würde. Ich wollte endlich mal etwas melodisches machen, ein Wunsch den ich schon lange hegte. Bei Philip war es ähnlich. Wir kannten uns vorher noch nicht persönlich. Wir haben dann telefoniert und waren uns ziemlich schnell einig in welche musikalische Richtung das ganze gehen sollte. Nach einigen proben standen die ersten 5 Songs und wir haben weiter Musiker gesucht die auf so einen Sound bock hatten, was dann auch ziemlich fix ging. Philip hat Sascha gefunden, ich hab Sinan gefunden, Sinan hat Chris18 mitgebracht. Fertig war das Line-Up.

OBM: Was für musikalische Einflüsse habt ihr eigentlich, lasst ihr euch von diesen beeinflussen oder versucht ihr nur euren eigen Still zu spielen oder zu finden?

Wir werden in Interviews oft gefragt, wie wir unseren Stil beschreiben oder klassifizieren würden. Das ist meiner Meinung nach ein gutes Zeichen, da wir wohl nicht so leicht zu einzuordnen sind hahaha. Ich mache es mir meistens einfach und sage dass wir „melodischen Hardcore“ spielen. Auch die Bezeichnung „Hardcore-Rock“ kommt der Sache ziemlich nahe. Die Song-Strukturen und Riffs sind einfach und druckvoll, auf jeden Fall stark am Hardcore der 90er Jahre angelehnt. Die Refrains und gesangs-Melodien sind sehr catchy und poppig, ohne dabei jedoch weinerlich zu wirken. Es gibt schnelle Parts, ruhige Parts und eine Menge rockige Parts. So in der Art…Bands die uns irgendwie beeinflusst haben gibt es eine ganze Menge, sicherlich auch viele Nicht-Hardcore/Metal/-Bands, aber so direkt auf unseren Sound hat sich eigentlich keine Band ausgewirkt.

OBM: Ihr habt eure neue EP "Munich Valor" in nur sechs Wochen eingespielt, wie habt ihr das in der kurzen Zeit geschafft?

Wir waren uns selbst nicht sicher, dass es klappen würde aber es hat sich ganz von alleine entwickelt. Die Songs brannten förmlich in uns und wollten nur raus. Bei den Texten war es ähnlich. Sinan und Ich hatten beide gerade Dinge erlebt die in Worte gefasst werden wollten. Da unser Drummer sein eigenes Studio besitzt war das Recording sehr stressfrei und wir haben direkt beim Aufnehmen noch an den Songs gefeilt. Wir haben die Songs auch ohne viel Schnick-Schnack recorded, weniger spuren als beispielsweise auf dem Album, kaum Effekte, einfach nah und greifbar. Nach 6 Wochen war alles im Kasten und wir waren selbst überrascht wie zufrieden wir am Ende mit dem Ergebnis „Munich Valor“ waren.

OBM: Wie kann man sich eure Arbeit im Studio vorstellen, arbeitet ihr erst an den Riffs usw. und dann an den Lyrics oder umgekehrt?

Eigentlich läuft es fast immer gleich. Chris18 oder ich kommen mit ein paar Riffs und einer groben Idee bezüglich des Ablaufs in den Proberaum wo das Ganze dann ausgearbeitet wird. Meistens steht der Song dann am Ende der Probe. Die Texte entstehen unabhängig davon. Sinan und ich schreiben wann immer uns danach ist. Wenn es dann ans aufnehmen geht überlegen wir uns welcher Text auf welchen Song passen könnte und passen das ganze dann an. Den letzten Feinschliff, vor allem am Gesang machen wir dann meistens im Studio.

 

OBM: Was habt ihr für die Zukunft alles noch geplant und was steht noch für dieses Jahr an?

Natürlich das „Decisions“ Album auf Lifeforce im September. Da arbeiten wir gerade an den letzten Dingen wie Artwork, Enhanced-Part, etc. Gleichzeitig wird unser Musikvideo zum Song „Remain in Silence“ sowie ein Live-Video zu „Abandon, Good Guy“ fertig, die aller vorraussicht nach als Bonus mkit aufs Album kommen werden. Im September gehen wir noch mal auf Tour, dieses Mal mit unseren Freunden von ESTATE. Ansonsten spielen wir natürlich weiterhin Single- und Wochenendshows und versuchen alles abzugrasen wo wir noch nicht waren.

 

OBM: Wie ist eure Einstellung zu "Straight Edge"?

Ich selbst bin der einzige in Blackout Argument der Edge ist, deshalb kann ich dir Frage nur für mich beantworten. Mir ist das Ganze auch nach 12 Jahren noch sehr wichtig, auch wenn es zu einer „alltäglichen Sache“ geworden ist über die ich nur selten spreche. Ähnlich wie Zähneputzen, es macht einfach Sinn für mich und ich brauch das nicht ständig jemanden erzählen oder damit hausieren gehen.

 

OBM: Als letztes könnt ihr noch etwas zu unseren Lesern und euren Fans sagen!

Vielen Dank fürs auschecken. Wer bock hat soll uns auf Myspace oder per Email schreiben. Danke für das Interview und den Support!

 

Chris for THE BLACKOUT ARGUMENT

The Blackout Argument-Satisfying Angst (feat. Andrew Neufeld)

Discography

The Blackout Argument - Our Time Is Up EP

(2011)

The Blackout Argument-Detention

(2011)

The Blackout Argument-Remedies

(2009)

The Blackout Argument-SmileLikeAWolf

(2008)

The Blackout Argument-Decisions

(2007)

The Blackout Argument-Munich Valor

(2007)

The Blackout Argument-MunichAngst

(2007)

Last Line Up:

Raphael-Gesang

Chris-Gitarre

Schwede-Gitarre

Eric-Bass

Philip-Schlagzeug

Former Members:

Sascha-Bass

Chris18-Gitarre

Sinan-Gesang

Links

Review zu The Blackout Argument-Decisions

Review zu The Blackout Argument-Smile Like A Wolf

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