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OBM: Als erstes wie geht es euch, was gibt es neues?
Uns gehts super. Wir waren gerade mit den Gorilla Biscuits auf Europatour und hatten dabei verdammt viel Spass. Jetzt müssen wir nur damit klarkommen, wieder unsere Jobs zu machen. Und das total übermüdet, denn Schlaf haben wir noch nicht aufholen können.

OBM: Für diejenigen die euch noch nicht kennen. Stellt euch doch einmal kurz vor!
Naja, wir sind sechs Spacken aus Osnabrück und Ibbenbüren. Ingo und Zacken singen, Holger und Axel spielen Gitarre, Phil Schlagzeug und ich, Christian, spiele Bass. Die Band gibt es seit mittlerweile 8 Jahren, und wir haben drei Alben bei Victory Records und zwei EPs auf Two Friends Recordings veröffentlicht. Das aktuelle Album heisst "All Riot" und ist im Februar 2006 erschienen. Seitdem spielen wir so oft es geht.

OBM: Habt ihr schon ein neues Label gefunden nachdem ihr euch von Victory Records getrennt habt oder habt ihr vielleicht eins in aussicht? Ich meine ihr seit ja nicht gerade unbekannt da müsst ihr ja schon ein paar Angebote bekommen haben?
Es liegen einige Angebote vor, wir haben uns aber noch nicht entschieden. Wir wollen erst die Platte fertig haben bevor wir irgendwo unterschreiben.

OBM: Wart ihr mit der Arbeit von Victory Records zufrieden oder eher nicht?

Eher nicht. Natürlich waren wir anfangs sehr euphorisch, weil wir die erste europäische Band mit einem weltweiten Deal bei Victory waren. Und die Veröffentlichung der ersten CD "Never Kill The Boy On The First Date" 2001 hat dafür gesorgt, dass wir überall auf der Welt plötzlich einen Namen hatten. Das ist ganz klar der Verdienst von Victory. Im Laufe der Jahre wurde es aber immer schwieriger und ätzender, mit denen zu arbeiten und zu reden. Vernünftige Kommunikation war einfach nicht möglich, und Unterstützung haben wir auch schon seit Jahren nicht mehr bekommen. Deshalb sind wir ganz froh, dass der Vertrag mit "All Riot" ausgelaufen ist.

OBM: Ihr schreibt ja schon an eurem neuen Album, wie weit seit ihr schon und wann kann man mit einer Veröffentlichung rechnen?
Die Platte wird nächstes Jahr erscheinen. Wir haben 16 Songs geschrieben, die wir jetzt noch ein bisschen formen und umschreiben.

OBM: Könnt ihr uns schon ein bisschen über den textlichen Inhalte der Songs erzählen?
Lieber noch nicht, da sich das alles noch ändern kann. Aber wir sind ja grundsätzlich eher der alten Tradition verpflichtet, Hardcore mit sozialkritischen, szenekritischen oder generell kritischen Texten zu versehen. Texte über das Girl mit der süssen Frisur und dem traurigen Blick sollen andere machen.

OBM: Wollt ihr eurem Sound von "all riot" treu bleiben oder werdet ihr ein bisschen daran ändern?
Es wird sich weiterentwickeln. Wir haben uns in der letzten Zeit ja als Musiker entwickelt und in den letzten zwei Jahren seit dem Entstehungsprozess von "All Riot" auch wieder andere Einflüsse zugelassen. Es wird eher noch härter und schneller als bisher.

OBM: Wo nehmt ihr das neue Album auf und wer wird es abmischen?
Wir werden das Album selbst aufnehmen, da wir ein kleines Studio haben. Zum Abmischen gehen wir wahrscheinlich wieder zu Vince ins Principal Studio, der auch schon unsere letzte Platte gemacht hat.

OBM: Wie sieht bei euch eigentlich die Arbeit im Studio aus, geht ihr komplett vorbereitet ins Studio oder probiert ihr erst vor Ort Ideen aus und arbeitet an euren Songs ?
Also musikalisch sind wir eigentlich bis auf einige kleine Änderungen immer sehr gut vorbereitet. Die Texte kriegen ihren Feinschliff aber erst im letzten Moment.

OBM: Wie viele Songs habt ihr bis jetzt schon aufgenommen?
Insgesamt auf den 5 CDs waren es ungefähr 35-40 Songs. Die Aufnahmen für die neue CD haben noch nicht begonnen. Wir haben natürlich Demos davon gemacht, aber noch keine endgültigen Aufnahmen.


OBM: Was sind eure musikalischen Einflüsse und welche Bands haben auf euren Sound großen Einfluss gehabt?
Das ist sehr weit gefasst. Wir sind alle um die 30 und hören schon seit wir 12 waren Metal, Hardcore und Punkrock. Darüber hinaus hören wir aber auch Rap, Jazz, Rock und jede Menge anderen Kram. Bands, auf die wir uns alle einigen können, sind Snapcase, Refused, Avail, Slayer, Anthrax, Suicidal Tendencies, Rancid, Hot Water Music, Face To Face, Quicksand, Faith No More, Helmet und viele andere. Aber wir lassen uns natürlich auch von unseren Tourpartnern beeinflussen und haben uns zum Beispiel einiges bei Sick Of It All, Rise Against, den Gorilla Biscuits, Boysetsfire, Grade und Stretch Armstrong abgeschaut.

OBM: Wie würdet ihr euren eigenen Sound beschreiben, was ist speziell, was zeichnet ihn aus?
Wir passen nirgendwo rein. Wir sind nicht daran interessiert, zu einer bestimmten Szene zu gehören, da wir schon immer Metal, HC und Punk gemocht haben. Deshalb klingen wir auch weder nach Screamo noch nach Metalcore.


OBM: Ihr habt ja auch schon zwei Monate in den USA getourt. Was für Erfahrungen konntet ihr dabei sammeln und wie ist das Publikum im Gegensatz zu dem in Deutschland ?
Die Tour ist im Nachhinein sicher cooler als sie es war, als wir drinsteckten. Damals wussten wir überhaupt nicht, was auf uns zukommt, und waren dementsprechend dauernd gestresst und überfordert. Es ist ein grosser Unterschied, dort zu touren. Mit Touren in Deutschland ist das kaum zu vergleichen. Die Strecken sind viel, viel länger, die Konzertveranstalter wesentlich unfreundlicher. Man kümmert sich nicht wirklich um die Bands, es gibt keine Pennplätze, kaum Essen... wenn man das anders gewohnt ist, ist die Umstellung schon ziemlich gross. Letzten Endes haben wir aber auch ne Menge Freunde gefunden, mit denen wir jetzt noch in Kontakt stehen, super Konzerte und Festivals gespielt und viel gesehen. So haben wir zum Beispiel als eine der wenigen deutschen Bands im CBGB's gespielt, dem klassischen New Yorker Punk/HC-Club. Das ist halt ne echt coole Sache.

OBM: Wo liegen eure Stärken als Band, was zeichnet euch besonders aus?

Wir sind Freunde und haben sehr viel Spass mit einander, und zwar sowohl während des Auftritts als auch davor und danach. Und das merkt man uns glaube ich auch an. Wir machen saugerne Musik in dieser Konstellation und geniessen das.


OBM: Spielt ihr lieber in kleinen Clubs oder eher in großen Hallen?
Beides ist gut, allerdings aus unterschiedlichen Gründen. In grossen Hallen ist der Sound auf der Bühne meistens super, und es ist auch ein unbeschreibliches Gefühl, vor mehreren tausend Leuten zu spielen. Vor allem, wenn die dann auch noch abgehen. Aber kleine Shows können eigentlich noch cooler sein, weil man näher an den Leuten dran ist und es zum Teil einfacher ist, sich gegenseitig hochzuschaukeln. Die euphorischsten Shows bisher waren eher die kleinen, wo Leute die Bühne stürmen, die Texte mitsingen und das ganze Konzert fast im Chaos versinkt. Das ist super.


OBM: Wie seht ihr die Entwicklung der Deutschen Hard/Metal Szene?
Keine Ahnung. Es gibt ne Menge guter Bands, aber auch viele, die einfach eine andere Einstellung zum Touren haben als beispielsweise amerikanische und englische Bands. Das ist ja auch okay, jeder kann das ja so handhaben wie er will, aber ich finde, wenn man sich darüber beschwert, dass deutsche Bands eniger bekannt sind als ausländische, dann muss man auch sehen, wie viele Konzerte mehr diese oft spielen. Von nichts kommt nichts.

OBM: Was steht bei euch in nächster Zeit alles an, was habt dieses Jahr noch für Pläne?
Wir spielen nur noch wenige Shows bis zum Ende des Jahres, weil wir jetzt endlich die neue Platte fertig machen wollen. Also werden wir uns im Proberaum und im Studio vergraben. Nächstes Jahr gehts dann wieder mehr auf Tour, wahrscheinlich sind wir dann auch erstmals in Japan. Da freuen wir uns schon seit Jahren drauf.


OBM: Das Schluss Wort gehört euch, was möchtet ihr gerne noch loswerden?
Danke für das Interview und das Interesse an waterdown. Wir wissen das zu schätzen. Wir sehen uns!


Link: www.myspace.com/waterdown

 

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