Jeansweste mit leeren Aufnäher-Flächen, Nieten und Spikes-Armband, eine Fläche in Rot

Heavy Metal: der Anfang der Szene

Der Heavy Metal bildete sich Ende der 1960er- und Anfang der 1970er-Jahre in Großbritannien heraus, besonders im Raum Birmingham. Das 1970 erschienene Debütalbum von Black Sabbath gilt vielen als Meilenstein des Genres. Deshalb beginnt die Geschichte der späteren Subgenres meist mit diesem Album, das bis heute als Bezugspunkt dient.

Ende der 1970er-Jahre entstand die New Wave of British Heavy Metal, kurz NWOBHM. Das Kürzel taucht in Darstellungen der Genregeschichte häufig auf und bezeichnet eine weitere Entwicklungsphase des Klangs, der zuvor in Birmingham entstanden war.

Thrash Metal und die „Big Four“

Der Thrash Metal kam Anfang der 1980er-Jahre in den USA auf. Kennzeichnend sind ein sehr hohes Tempo und scharfe Riffs, also aggressiv gespielte Gitarrenmotive. Metallica, Slayer, Megadeth und Anthrax bilden die sogenannten „Big Four“ des Thrash Metal. Diese Bezeichnung ist heute in Beschreibungen der Szene weit verbreitet.

Im Vergleich zu früheren Spielarten fällt Thrash vor allem durch sein hohes Tempo auf. An diesem Merkmal lassen sich Subgenres am leichtesten miteinander vergleichen.

Death Metal und Black Metal: Growling gegen Kreischen

Der Death Metal entwickelte sich Ende der 1980er-Jahre, unter anderem in Florida. Typisch ist das Growling, ein tiefer, gutturaler Gesang, der dieses Subgenre deutlich von früheren Spielarten abhebt. Heute ist dieser Gesang eines der ersten Merkmale, die man mit Death Metal verbindet.

Der Black Metal der sogenannten zweiten Welle Anfang der 1990er-Jahre ist eng mit Norwegen verbunden. Zu seinen Merkmalen zählen kreischender Gesang, schnelles Tremolospiel und eine rohe Produktion, also bewusst raue Aufnahmen. Diese Rohheit wurde zu einem Erkennungszeichen der Szene. Death und Black Metal setzen damit unterschiedliche Mittel ein. Beide zählen zu den intensiven Spielarten, bieten dem Publikum aber ganz verschiedene Zugänge zum schweren Klang.

Doom und Power Metal: zwei Gegenentwürfe

Der Doom Metal setzt auf ein langsames Tempo und tief gestimmte Instrumente mit einem schweren Klang. Er bildet damit das Gegenstück zum Thrash, bei dem die Geschwindigkeit im Vordergrund steht. Dieser Kontrast zeigt, wie groß die Bandbreite innerhalb einer Genrefamilie ist.

Der Power Metal setzt dagegen auf Melodien und hohen Gesang. Er macht deutlich, dass Metal nicht allein aus Aggression und tiefen Tönen bestehen muss und dass die Melodie im Mittelpunkt stehen kann.

Wie lassen sich Metal-Subgenres unterscheiden?

Zur Unterscheidung helfen vor allem vier Merkmale: Tempo, Gitarrenstimmung, Gesang und Produktion. Thrash Metal erkennt man an sehr hohem Tempo und scharfen Riffs. Den Death Metal prägt das Growling, den Black Metal prägen kreischender Gesang, schnelles Tremolospiel und ein roher Klang. Doom Metal steht für langsames Tempo und tiefe Stimmung, Power Metal für Melodien und hohen Gesang.

In der Praxis sind die Grenzen zwischen den Spielarten oft fließend. Trotzdem hilft diese Einteilung dabei, den Klang, den man gerade hört, schnell einzuordnen. Jedes Subgenre lässt sich so einem Jahrzehnt, einer Region und einem typischen Spielstil zuordnen.

Zusammenfassung

Die Geschichte des Metal ist geprägt von einer Folge von Spielarten, die sich vom Ende der 1960er- bis zum Anfang der 1990er-Jahre entwickelten. Der Heavy Metal legte das Fundament, der Thrash erhöhte das Tempo, Death und Black Metal verschoben die Grenzen von Gesang und Klang, und Doom und Power Metal zeigten zwei gegensätzliche Wege im Umgang mit Schwere und Melodie. Weitere Beiträge in Kellerlärm beschäftigen sich mit der Kultur der Metal- und Hardcore-Szene.